Kaufbeuren bundesweit mit an der Spitze bei der 7-Tage-Inzidenz – ein Bewohner gestorben

Kaufbeurer Pflegeheim ist Corona-Hotspot

Schild Altenheim Kaufbeuren
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Das Alten- und Pflegeheim der Hospitalstiftung ist aktuell bundesweit ein Corona-Hotspot.

Kaufbeuren – Kaufbeuren befindet sich aktuell mit Garmisch-Partenkirchen und Würzburg bundesweit an der Spitze bei der 7-Tage-Inzidenz. Ein Corona-Hotspot ist das Alten- und Pflegeheim der Hospitalstiftung. Ein positiv getesteter Bewohner, der vergangene Woche ins Klinikum eingeliefert wurde, ist inzwischen verstorben. Es ist damit der sechste Todesfall in Zusammenhang mit Covid-19 seit März in Kaufbeuren.

Die Zahl der Neu-Infizierten liegt laut Robert-Koch-Institut (Stand 14. September, 0.00 Uhr ) mit rund 54,7 über dem Grenzwert von 50 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen. Das Gesundheitsamt am Landratsamt meldet auf Anfrage des Kreisbote allerdings andere, höhere Zahlen. Laut Pressesprecher Thomas Brandl liegt der Wert nach aktuellem Stand (Montag, 14. September, 11 Uhr) der 7-Tages-Inzidenz bei knapp über 76; am Freitag war ein Wert über 83 erreicht. In der Stadt Kaufbeuren sind 40 Personen infiziert, so Brandl. Im Landkreis Ostallgäu sind es übrigens 60 Personen.

Wie OB Stefan Bosse über seine Facebook-Seite mitteilte, handelt es sich bei dem verstorbenen Bewohner um einen Mann im fortgeschrittenen Alter, der an zahlreichen Erkrankungen litt. „Unser ganzes Mitgefühl gilt den Angehörigen“, so Bosse.

Im Alten-und Pflegeheim der Hospitalstiftung gab es mit Stand Montag 22 positiv getestete Bewohner und sechs positiv getestete Pflegekräfte. Ferner waren zwei Angehörige von Pflegekräften positiv getestet worden. Im Klinikum lag eine der Pflegekräfte. Entsprechend warnt der Oberbürgermeister über seine Facebook-Seite: „Die Gefahr ist längst nicht vorüber“.

Wie Markus Pferner, Leiter des Finanz-, Sozial- und Schulreferates der Stadt Kaufbeuren, auf Anfrage mitteilte, halte man sich bei den ergriffenen Maßnahmen streng an die vorgegebenen Pandemiepläne. Alle notwendigen Schutz- und Sicherheitsvorkehrungen seien demnach veranlasst worden. Dazu zählen unter anderem auch Aufnahmestopp sowie Besuchsverbot für die betroffene Einrichtung. Laut Pferner werde zudem regelmäßig getestet. Bereits negativ getestete Bewohner und Mitarbeiter müssten sich demnach nochmals einem zweiten Reihentest unterziehen.

Bislang gehen Gesundheitsamt und Stadt von einem eingrenzbaren, lokalen Geschehen in einer Einrichtung aus. Weitere Maßnahmen werden ständig abgestimmt, unter anderem findet heute Abend eine weitere Sitzung der Krisenkoordinierungsgruppe statt, so Brandl.

von Kai Lorenz

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