Kaufbeuren ehrt seine Sportler

Oliver Raabe, Rebecca Weiss und Andy Bui sind „Sportler des Jahres“

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Die großen Gewinner der Sportlerehrung 2018: Rebecca Weiss (v. li.), Ady Bui, Oliver Raabe mit Bürgermeister Gerhard Bucher.

Kaufbeuren – Es war der Abend der Gewinner. Kaufbeuren ehrte seine Sportler im Stadttheater und die großen Abräumer waren zwei Athleten von der Lebenshilfe Ostallgäu. Oliver Raabe und Rebecca Weiss holten sich jeweils den Titel „Sportler des Jahres“, während Ady Bui die Nachwuchskrone und das Team Buron Schwimmen den Mannschaftstitel erhielten.

Wie schon im Vorjahr führte BR-Hörfunkmoderator Thommi Stottrop durch die Veranstaltung. Die stimmungsvolle Untermalung übernahm „Lunch­box Parents“.

Nach der Auszeichnung der Einzel- und Mannschaftssportler in unterschiedlichen Sparten folgte der eigentliche Höhepunkt des Abends: Die Ernennung der „Sportler des Jahres“ in vier Kategorien. Ady Bui vom TV Neugablonz gewann die Trophäe als Nachwuchssportler. Er holte sich unter anderem im Jiu-Jitsu den Deutschen Meistertitel. Dabei wäre Bui beinahe gar nicht gekommen, weil er den Termin nämlich verschwitzt hatte. „Stell dir mal vor, du bist Nachwuchssportler und bekommst es nicht mit“, machte Stottrop auf der Bühne aufmerksam und war sichtlich erleichtert, dass Bui noch den Weg ins Stadttheater gefunden hat.

Großen Applaus heimsten zwei Sportler ein, die für ihre Leistungen bei den Weltspielen (Special Olympics) geehrt wurden. Oliver Raabe und Rebecca Weiss von der Lebenshilfe Ostallgäu gewannen jeweils den Titel „Sportler sowie Sportlerin des Jahres“. Während Raabe im österreichischen Schladming im Skilanglauf antrat und über fünf Kilometer Vierter und über zehn Kilometer Fünfter wurde, schaffte Weiss in der Disziplin Schneeschuhlaufen mit der 4 x 400 Staffel mit der Silbermedaille den Sprung aufs Siegerpodest. „Das ist eine ungeheure Leistung, viel Trainingsfleiß und die Ausdauer stecken dahinter“, freute sich Hans Raabe, Vorsitzender der Lebenshilfe Ostallgäu über die beiden Geehrten. Für seinen Sohn Oliver sei Schladming schon ein Höhepunkt gewesen. In Kiel könnte die nächste Hürde folgen, wenn er dann mit dem Laufteam über 5000 Meter, 1500 Meter und in der Staffel über 4 x 400 Meter antritt. „Die Chancen auf Gold stehen da nicht schlecht“, meinte schon jetzt ein stolzer Papa, weil bei einem Erfolg schon die Weltspiele in Abu Dhabi winken würden.

Selbst Bürgermeister Gerhard Bucher zeigte sich erstaunt über die grandiosen Leistungen der Sportler: „Sie haben das Leuchten in ihren Augen, sie genießen ihre Erfolge in vollen Zügen.“ Man gebe ihnen damit ein Stück Lebensqualität zurück, so der Zweite Bürgermeister.

Mannschaft des Jahres wurde das Team Buron der Schwimm­abteilung des TV Kaufbeuren mit Nadja Amrhein, Katharina Breunig, Tamara Hartwig, Gina Mayer, Christina Nothaft, Katharina Rhein und Lea Wienstruck.

Einen besonderen Preis gewann noch André Günzel. Aus den Händen von Bürgermeister Bucher bekam er in der Sparte „Sonderleistung außerhalb des Vereins“ ebenfalls eine Urkunde verliehen. Für ihn sei es eine besondere Auszeichnung, „weil man als Bergsteiger nie so richtig im Fokus steht. Es gibt hier keine Meisterschaft. Wir sind hier eher im Hintergrund und keiner bemerkt es“, so Günzel, der die Besteigung des Chulu West in Nepal mit einer Höhe von 6412 Metern auf einer teilweise neuen Route geschafft hatte.

von Stefan Günter

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