Bewohner des Seniorenheims der Hospitalstiftung zum Heiligen Geist stirbt im Klinikum

Erstes Corona-Todesopfer in Kaufbeuren

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Ein Bewohner des Seniorenheims der Hospitalstiftung ist am Freitag im Klinikum gestorben. Bei ihm war das COVID19_Virus diagnostiziert worden.

Kaufbeuren – In Kaufbeuren gibt es jetzt auch einen ersten nachgewiesenen Todesfall in Zusammenhang mit COVID-19. Wie die Stadtverwaltung mitteilte, verstarb am vergangene Freitag eine Person im fortgeschrittenen Alter im Klinikum Kaufbeuren.

Die Person lebte im Seniorenheim der Hospitalstiftung zum Heiligen Geist und war kurzfristig ins Krankenhaus eingeliefert worden. Nähere Angaben zu Geschlecht oder Alter macht die Behörde nicht. Am Wochenende zählte die Behörde 54 positiv auf Corona getestete Bürger im Stadtgebiet, im Landkreis waren es 296.

Im besagten Seniorenheim in Kaufbeuren wurden stand Freitag eine Pflegekraft und ein Bewohner positiv auf das Corona-Virus getestet. Durch die Pflegekraft gebe es eine Reihe von Kontaktpersonen unter den Bewohnern und den Kollegen.

In Abstimmung mit dem Gesundheitsamt wurde, laut Stadtverwaltung, für die Kontaktpersonen unter den Bewohnern ein extra Bereich (KP1-Bereich) geschaffen. Sollte es bei weiteren Tests positive Befunde geben, sei zudem bereits ein Ausweichbereich für diese Bewohner in Vorbereitung (COVID-19-Bereich). Diese beiden Bereiche sind durch Schleusen vom restlichen Haus getrennt und werden von gesonderten Mitarbeitern versorgt, die keinen direkten Kontakt zu ihren übrigen Kollegen haben.

Die als Kontaktpersonen ermittelten Pflegekräfte wurden vom Gesundheitsamt getestet und dürfen vorerst nicht weiter in der Einrichtung tätig sein.

Eine weitere Mitarbeiterin des Hauses wurde ebenfalls positiv getestet, war jedoch seit mehr als 14 Tagen nicht mehr im Dienst, wodurch eine Ansteckung anderer Personen im Heim ausgeschlossen werden könne.

Die erkrankten Mitarbeiter befinden sich in häuslicher Quarantäne, der positiv getestete Bewohner im Klinikum.

„Wir bereiten uns bereits seit Wochen auf den Fall vor, dass Personen auch bei uns an COVID19 erkranken“ erläutert Heimleiter Wolfgang Scupin. Zur Vorsorge sei der Hygienestandard, der für Influenza-Ausbrüche gilt, in angepasster Form angewendet worden. Neben den behördlichen Betretungsverboten seien weitgehende zusätzliche Hygienemaßnahmen angeordnet worden. So gebe es keine Gemeinschaftsveranstaltungen und Dienstbesprechungen, kein Café- und Automatenbetrieb. Die Mitarbeiter verbringen zudem die Pausen getrennt. Außerdem würde die Arbeitskleidung des Personals als Infektionswäsche behandelt und Oberflächen im Gebäude verstärkt desinfiziert.

KB

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