Ein großer Kraftakt für alle Beteiligten – Bürger erobern sanierte Fußgängerzone in Kaufbeuren

Es ist vollbracht!

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Zu einem Abschlussfoto um das Maskottchen, der Bauameise, versammelten sich Angehörige der beteiligten Unternehmen, Vertreter der Stadtverwaltung und der Einkaufsgemeinschaft.

Kaufbeuren – Mit einem Feuerwerk wurde am vergangenen Freitagabend der offizielle Startschuss zur Eröffnung der Fußgängerzone in Kaufbeuren gegeben. Und nicht nur bei den Verantwortlichen war die Erleichterung über das Ende der Bauarbeiten zu spüren, die große Zahl an Besuchern begleitete mit viel Beifall die Aktion und strömte geradezu befreit durch die nunmehr fast barrierefreie zentrale Einkaufsstraße.

„Heute ist noch nicht alles fertig, aber das Wesentliche“, so Oberbürgermeister Stefan Bosse in seiner Ansprache. Nach dem Bau der Fußgängerzone vor über 40 Jahren hatte das Herzstück der Kaufbeurer Innenstadt vor einer Sanierung gestanden.

In einer zweijährigen Vorbereitungs- und Planungsphase war zunächst ein Planungswettbewerb durchgeführt worden, der Anfang 2016 entschieden wurde. „Von diesem Entscheid bis zur Fertigstellung in weniger als zwei Jahren, davon weniger als ein Jahr Bauzeit – alles in allem rekordverdächtig“, so der OB. Er freue sich, dass die neu gestaltete Fußgängerzone jetzt eröffnet werden konnte: „Auf dieser Sanierung lag ein hoher Erwartungsdruck. Ich kann mich in den letzten Jahren an keine Baumaßnahme erinnern, von der derart viele Bürgerinnen und Bürger betroffen waren. Es war ein enormer Kraftakt. Ich bedanke mich bei allen Beteiligten für ihre großartige Leistung.“

„Marke Innenstadt“

Die Baumaßnahmen sind im Wesentlichen abgeschlossen und die Kaufbeurer können sich über die neu gestaltete Fußgängerzone mit neuem Pflaster, moderner Ausstattung und neuer Bepflanzung freuen. Noch ist nicht alles perfekt. Restarbeiten wie zum Beispiel die Anbringung der Beleuchtung und der Lichtschachtabdeckungen oder letzte Pflasterarbeiten laufen noch bis Ende des Jahres, da ungeplante Überraschungen zu zeitlichen Verzögerungen geführt hatten. Der OB nannte es einen „immensen Kraftakt“ für Planer und Verwaltung, aber auch für die Bauarbeiter und deren Umsetzung in „gebaute Wirklichkeit“. Und alles mit Arbeiten auf engstem Raum, bei Hitze, Kälte – zum Glück ohne große Unfälle. Nun gelte es, die „Marke Innenstadt zu pflegen“ und die „1A-Lage“ zusammen mit den Händlern zu einem Einkauferlebnis zu gestalten, um im Wettbewerb mit dem Internet bestehen zu können.

Dicht gedrängt standen die Besucher am Obstmarkt.

„Abenteuer“

Mooser sprach von einer selten so guten Zusammenarbeit wie im vergangenen Jahr und von Plänen, welche „die Fläche des Obstmarktes bedecken“. Abteilungsleiter Jens Krause vom Unternehmen Hubert Schmid stellte fest, man habe die komplette Innenstadt umgegraben“. Er bezeichnete den verantwortlichen Projektleiter Raimund Reichle als „Burgherr der Fußgängerzone“ und das Bauen im Bestand als „Herausforderung und Abenteuer“. Ungewöhnlich und äußerst motivierend sei die gute Versorgung der Arbeiter mit Naturalien durch die Anlieger gewesen.

„Reife Leistung“

Guido Zeller brachte seine Freude als Vorstand der Aktionsgemeinschaft Kaufbeuren (AK) zum Ausdruck. Bei der Sanierung im laufenden Betrieb – gleich einer „Operation am offenen Herzen“ – sei es gelungen, die Fußgängerzone als Patienten nicht zu lange „in der Narkose“ zu halten. Der Spagat zwischen Baufortschritt, Sicherheit und Erreichbarkeit sei eine „reife Leistung“ gewesen.

Mit dem gemeinsamen Auslösen eines Feuerwerks durch die Führungskräfte nach Vorgabe von OB Stefan Bosse (vorne rechts) war die Fußgängerzone eröffnet.

Das von den Verantwortlichen gemeinsam ausgelöste Feuerwerk bildete den Abschluss der Eröffnungszeremonie und gleichzeitig den Auftakt zu einem langen Einkaufsabend im Rahmen des „Candle-Light-Shoppings“ für die Besucher der Innenstadt.

von Wolfgang Becker

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