Fördersatz erhöht

Kaufbeuren: Fördermittel von 1,8 Millionen Euro für Schokoladen-Erlebniswelt möglich

Zu sehen ist eine Schüssel, in der sowohl eine braune Tafel Schokolade als auch ein kleiner Berg Kakaopulver liegt. Daneben liegen ein paar Kakaobohnen.
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Ein Pralinenhersteller will auf dem Gelände des alten Eisstadions eine süße Erlebniswelt schaffen (Symbolbild).

Kaufbeuren – Noch steckt das Projekt in den Kinderschuhen. Doch es könnte künftig ein Anziehungspunkt für Kaufbeuren und die Region werden. Auf dem Gelände des alten Eisstadions soll eine Schokoladenwelt errichtet werden (wir berichteten). Neben einer Manufaktur sind auch ein Vier-Sterne-Hotel, Gastronomie mit Biergarten im Park sowie ein Kinderspielplatz geplant. Statt 800.000 Euro stehen nun bis zu 1,8 Millionen Euro Fördermittel zur Verfügung.

„Das ist der höchste Fördersatz – mehr geht nicht“, freut sich Bernhard Pohl über die großartige Nachricht. Der Kaufbeurer Landtagsabgeordnete der Freien Wähler steht mit dem Bayerischen Wirtschaftsministerium seit längerem in Kontakt, um staatliche Zuschüsse zu ermöglichen.

Schon vor Monaten trat Kaufbeurens Oberbürgermeister Stefan Bosse an Bernhard Pohl heran und bat ihn um Unterstützung in dem Projekt. Damals gab es wenig Hoffnung für das Vorhaben. Der Investor, die Viba sweets GmbH aus Thüringen, erhielt zuerst eine Absage, im Januar aber dann ein Schreiben von Wirtschafts-Staatssekretär Roland Weigert, der ein Fördervolumen von 800.000 Euro in Aussicht stellte, allerdings befristet bis 30. Juni dieses Jahres. Nun ist die Frist bis Jahresende verlängert und die Summe auf 1,8 Millionen Euro erhöht worden. Pohl wünscht sich nun intensive Gespräche zwischen der Stadt Kaufbeuren und dem Investor, damit die Planungen Gestalt annehmen. Zu klären sind insbesondere der Grunderwerb, die notwendige Infrastruktur einschließlich der Parkplätze und auch die Fragen des Denkmalschutzes. „Der Ortstermin mit dem Generalkonservator des Freistaats Bayern, Professor Mathias Pfeil, Anfang des Jahres hat mir Hoffnung gemacht. Eine Schokoladen-Erlebniswelt wird mit Sicherheit den angrenzenden Jordanpark noch attraktiver machen. Dadurch wird die grüne Oase im Herzen von Kaufbeuren aufgewertet. Auch der Jordan-Badepark kann sinnvoll angebunden werden. Bei diesem Projekt können alle profitieren, deswegen sollten wir die Voraussetzungen schnellstmöglich gemeinsam klären“, so Pohl.

Mittelfristig wird mit der Ansiedlung des Behördenzentrums am Bahnhof die Umgebung und die Besucherfrequenz im Jordanpark deutlich erhöht werden. „Wir müssen jetzt gemeinsam die Weichen stellen, auch wenn angesichts der Pandemie viele Menschen nicht an Gastronomie und Hotels denken. Ich sehe darin eine große Chance und Aufwertung für unsere Stadt, ebenso wie für den Investor, der sich kaum einen besseren Platz für sein Vorhaben wünschen könnte. Deshalb sollten wir rasch die Machbarkeit für dieses Millionenprojekt klären, wenn die Voraussetzungen stimmen, auch zügig umsetzen“, stellt Pohl abschließend fest.

kb

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