Impfung als einzig wirksame Schutzmaßnahme

Kaufbeuren jetzt FSME-Risikogebiet

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Kaufbeuren – Jedes Jahr wird vom Robert Koch-Institut eine aktualisierte Karte der FSME-Risikogebiete in Deutschland vorgestellt. Große Teile Bayerns waren bisher schon FSME-Risikogebiet. Nun ist auch die kreisfreie Stadt Kaufbeuren hinzugekommen.

Auch die Landkreise Landsberg am Lech und Garmisch-Patenkirchen stellen jetzt ein FSME-Risikogebiet dar. 91 der 96 Landkreise und kreisfreien Städte sind ab sofort als Risikogebiet benannt. Der Landkreis Ostallgäu ist bereits Risikogebiet.

Die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) ist – nach der Lyme-Borreliose – die zweithäufigste zeckenübertragene Krankheit in Deutschland. Verursacht wird sie durch das FSME-Virus.

Die Krankheit verläuft klassischerweise in zwei Phasen: Zunächst kommt es zu grippeähnlichen Symptomen mit mäßigem Fieber (in der Regel nicht über 38 °C), Kopfschmerzen, Erbrechen, Schwindelgefühl. Nach einem fieberfreien Intervall von etwa einer Woche bis 20 Tagen entsteht bei rund zehn Prozent der Patienten eine Meningoenzephalitis (Hirnhaut- und Gehirnentzündung). Die FSME verläuft bei circa einem Prozent der Fälle mit Beteiligung des zentralen Nervensystems tödlich. In Bayern werden dem LGL jedes Jahr rund 150 Fälle von FSME nach Infektionsschutzgesetz gemeldet. In den Rekordjahren 2017 und 2018 konnten 234 bzw. 224 Fälle in Bayern verzeichnet werden.

Da es keine ursächliche Therapie gegen die FSME gibt, stellt die Impfung – neben allgemeinen Abwehrmaßnahmen gegen Zecken (z.B. Tragen langer Kleidung, Verwendung von Insektenabwehrmitteln) – die einzige wirksame Schutzmaßnahme gegen FSME dar. Die FSME-Impfung wird von der Ständigen Impfkommission für alle Personen, die in den FSME-Risikogebieten gegenüber Zecken exponiert sind und für Personen, die durch FSME beruflich gefährdet sind (z.B. Forstarbeiter, in der Landwirtschaft arbeitende Personen, Laborpersonal) empfohlen. Für einen vollständigen Impfschutz sind in der Regel drei Impfungen notwendig. Zudem werden regelmäßige Auffrischimpfungen im Abstand von drei bis fünf Jahren (abhängig von Alter und Impfung) empfohlen. Daten aus der Schuleingangsuntersuchung zum Schuljahr 2016/2017 zeigen, dass nur etwa ein Drittel der Einschulungskinder in Bayern einen vollständigen Impfschutz gegen FSME aufweisen.

Weitere Informationen zur FSME auf den Seiten des LGL unter www.lgl.bayern.de/gesundheit/infektionsschutz/infektionskrankheiten_a_z/fsme/index.htm

Weitere Infos zur FSME in Deutschland auf den Seiten des Robert Koch-Instituts unter: www.rki.de/DE/Content/InfAZ/F/FSME/FSME.html?cms_box=1&cms_current=FSME+%28Fr%C3%BChsommer-meningoenzephalitis%29&cms_lv2=2381912

sowie zur FSME-Impfung unter

www.rki.de/SharedDocs/FAQ/FSME/FSME-Impfung/FSME-Impfung.html

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