Schwere aber „absolut verständliche und notwendige“ Entscheidung

Lebende Krippe im Märzenburgwald abgesagt

Menschen bei Lebender Krippe
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Die Lebende Krippe der Kaufbeurer Initiative im Märzenburgwald fällt heuer aus.

Kaufbeuren – Nach eingehender Beratung und reiflichen Überlegungen haben die Vorstandschaften der Kaufbeurer Initiative e.V. und des Fördervereins Lebende Krippe e.V einstimmig die Absage der Lebenden Krippe 2020 beschlossen. Aus ihrer Sicht sei dies eine „absolut verständliche und notwendige“ Entscheidung.

Die Einhaltung der Corona-Regeln sei im Bereich Spendenhut/Einlass, Kasse und Verkauf sowohl für die Besucher als auch für die Mitarbeiter aus Sicht der Verantwortlichen kaum möglich. Eine Entzerrung scheitere am Platzangebot und den technischen Notwendigkeiten. Ferner seien Fahrten mit der stets vollbesetzten Kutsche nicht durchführbar, was ältere und behinderte Besucher ausschließen würde.

Auch die Einhaltung der vorgeschriebenen Abstände unter den Musikern sei bei beim Unterstand nicht möglich, was spätestens bei Regen zu erheblichen Problemen führen würde. An den Zäunen um die Lebende Krippe und die Schafe können die notwendigen Abstände nur mit deutlichen Absperrungen durchgesetzt werden. Damit wäre jedoch die einmalige Atmosphäre nicht mehr darstellbar.

Der Container für das Aufwärmen der Akteure lasse zudem die Mindestabstände keinesfalls zu. Die Kostüme der wechselnden Darsteller können nicht laufend entsprechend desinfiziert werden. Die Kosten der erforderlichen Maßnahmen und das zusätzliche Personal für deren Umsetzung seien für die Initiatoren daher nicht zu stemmen.

„Wir bedauern die erste Absage unserer schon zu einer Tradition gewordenen Lebenden Krippe nach 28 erfolgreichen Jahren sehr. Sie wird den Akteuren heuer sicher genauso fehlen, wie den Besuchern und dabei besonders unseren jüngsten Fans. Die Gesundheit aller – der Besucher, der Musiker und unserer Helfer und Mitglieder – ist wichtiger“, betont Vorstand Günther Seydel. „Die Lebende Krippe findet immer direkt vor dem Weihnachtsfest statt und darf keinesfalls zu einer Gefahr für ganze Familien und hier besonders Opa und Oma werden“, so der Vorstand.

In den vergangenen 28 Jahren hat die Lebende Krippe tausenden Familien und besonders den Kindern einen stimmungsvollen Einstieg in das Weihnachtsfest geschenkt. Darüber hinaus konnten aus den Spenden und den Verkaufserlösen fast 80.000 Euro direkt und unbürokratisch für Bedürftige in und um Kaufbeuren zugewendet werden.

kb

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