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Videokünstlerin Betty Mü taucht Kaufbeurer Altstadt in ein Lichtspiel

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Von: Mahi Kola

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Betty Mü Kaufbeuren leuchtet Rathaus
Eindrucksvoll waren die Projektionen an der Rathausfassade, die die Besucher in ihren Bann zogen. © Kola

Kaufbeuren – Fasziniert sahen sich einige Besucher trotz Regenwetters am Mittwochabend bei „Kaufbeuren leuchtet“ das Lichtspiel an, das an der Fassade des Kaufbeurer Rathauses zu bestaunen war. Für das Licht- und Videokunstevent konnte die städtische Kulturabteilung die Münchner Künstlerin Betty Mü gewinnen, die mit ihrer „Immersive Art“ und ihrer Initiative „VideoArt4Future“ deutschlandweit für Furore sorgt. Der Chor „Schall & Schmauch“ sang zum Auftakt.

„Into the Future“ lautete der Titel der Großprojektion, die das Publikum mit dem eindrucksvollen Rausch aus Farben und Formen in den Bann zog. Die Videokünstlerin ließ den Betrachter durch das Spiel mit ineinanderfließenden Bildern in eine andere Welt eintauchen. Ihre Themen sind Träume, Zukunftsvisionen und Aufbruch. Sie sei eine „Sammlerin poetischer Momente“, wie Betty Mü dem Kaufbeurer Publikum am Eröffnungsabend erzählte. Neben der Großprojektion konnten sich die Besucher in ein Spiegelkabinett der besonderen Art begeben: Der Videoloop „Ego­Sphere“ wurde nämlich in einem rundum verspiegelten Übersee­container gezeigt. Durch künstliche Intelligenz generierte Portraits wechselten sich darin mit Landschaften und kosmischen Ansichten ab.

Betty Mü Kaufbeuren leuchtet Container
Große und kleine Besucher ließen sich im verspiegelten Container in eine andere Welt entführen. © Kola

Kein hoher Energieverbrauch

Um den Eingangsbereich des Containers zu beleuchten, muss man aufs Rad steigen – den Auftakt machte Oberbürgermeister Stefan Bosse, der kurzerhand auf dem Ökotrainer eine Runde radelte. Um einen erhöhten Energieverbrauch im Rahmen der Veranstaltung müssten sich die Menschen keine Sorgen machen, versicherte der OB. Die Stadt setze hier auf einen verantwortungsvollen Umgang: Zum Einsatz kämen lediglich ein Großprojektor und sparsame LED-Technik. Den Strom für die Container-Projektion liefere Photovoltaik und auch die Straßenbeleuchtung sei reduziert.

Wer sich die Arbeiten von Betty Mü ansehen will, hat dazu noch bis Sonntag, 13. November, von 18 bis 21 Uhr in der Altstadt die Möglichkeit dazu.

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