Schaden wäre immens

MdL Pohl hört sich Sorgen des ESV Kaufbeuren an

ESVK-Geschäftsführer Michael Kreitl spricht in Mikrofon
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ESVK-Geschäftsführer Michael Kreitl moniert, dass es beim Eishockey keine einheitlichen Vorgaben gibt.

Kaufbeuren – Michael Kreitl, Geschäftsführer der ESV Kaufbeuren Spielbetriebs-GmbH, hat bei einem Gedankenaustausch mit dem Landtagsabgeordneten Bernhard Pohl (Freie Wähler) die dringende Durchführung der Eishockey-Saison nochmals untermauert. Eine komplette Absage würde der Sportart und den Vereinen einen unwiederbringlichen Schaden zufügen. „Aus diesem Grund muss gespielt werden, allerdings mit verlässlichen und wirtschaftlich tragfähigen Rahmenbedingungen.“

Kreitl beklagte insbesondere, dass es keine verbindlichen, bundeseinheitlichen Vorgaben gebe. Die Verträge mit den Spielern und Trainern laufen ab Oktober. Da könne man nicht wochenlang eine Expertenkommission tagen lassen, die dann kurz vor dem Saisonstart sagt, ob nun Zuschauer zugelassen werden oder nicht. Man benötige auch hier Vorbereitungszeit und Planungssicherheit.

Bernhard Pohl gab Kreitl in diesem Punkt zu 100 Prozent Recht: „Es kann nicht sein, dass wir bis Ende Oktober Arbeitsgruppen tagen lassen und dann zu Weihnachten Ergebnisse haben. Das muss schneller gehen! Ich habe deshalb vor wenigen Tagen den Bundesinnenminister Horst Seehofer angeschrieben und darum gebeten, diese Prozesse zu beschleunigen. Seehofer soll die Initiative ergreifen, die Länder an einen Tisch holen und einen bundeseinheitlichen, verbindlichen Fahrplan festlegen. Dies muss jetzt schnell passieren“, fordert der Abgeordnete. Es sei auch nicht hinnehmbar, dass jedes Gesundheitsamt für sich eine eigene Linie festlege. Das führe zwangsläufig zu Wettbewerbsverzerrungen.

Kreitl lobte die zügige Auszahlung der Soforthilfen im Frühjahr und erkannte auch an, dass die Politik mit dem 200 Millionen Euro-Hilfspaket für den Teamsport eine gewaltige Unterstützung leistet. Damit will der Bund den Clubs 80 Prozent der ausfallenden Gelder aus Zuschauereinnahmen ersetzen. Ohne Zuschauer falle beim ESVK ein sechsstelliger Betrag weg, der weit über den Zahlungen des Hauptsponsors liege. Nun hofft der Geschäftsführer auf Zuschüsse und die baldige Auszahlung.

von Stefan Günter

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