Jetzt dürfen endlich die Bagger rollen

Spatenstich: Neubau und Generalsanierung der Gustav-Leutelt-Schule

Spatenstich_Leutelt-Schule
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Der obligatorische Spatenstich darf natürlich nicht fehlen: Stadtkämmerer Markus Pferner (v. li.), Landtagsabgeordneter Bernhard Pohl, Dritte Bürgermeisterin Dr. Erika Rössler, stellvertretende Elternbeiratsvorsitzende Lisbeth Weiss, Architekt Andreas Kampik, Schulbeauftragter Arthur Müller, Hochbauchef Christian Mandl, die drei Schülersprecher sowie Schulleiter Frank Hortig und Oberbürgermeister Stefan Bosse.

Kaufbeuren – Eine extra angefertigte Lampe, gebaut aus dem Stumpf eines Kirschbaums, rückte beim Spatenstich des Neubaus und der Generalsanierung der Gustav-Leutelt-Schule in Neugablonz am Montag in den Vordergrund. Denn da wo einst dieser Kirschbaum stand, beginnen nun die Arbeiten für den ersten von insgesamt zwei Bauabschnitten. Ende 2023 soll die Baumaßnahme abgeschlossen sein.

Die steigenden Schülerzahlen und das in die Jahre gekommene Schulgebäude waren Anlass für eine Rundumerneuerung. Frank Hortig, Schulleiter der Gustav-Leutelt-Schule, bedankte sich in seinen Ausführungen für das tolle Engagement und das Miteinander im Vorfeld. „Es gab jede Menge Vorarbeit und viele Gespräche. Im Interesse aller hoffe ich, dass wir die Baumaßnahme so schnell wie möglich durchziehen.“ Rund 600 Personen sind derzeit täglich in der Schulfamilie vertreten. „Wir haben eine sich ständig vergrößernde und wachsende Schule. Daher nehmen wir auch die baulichen Bedingungen mit in Kauf, um am Ende etwas schickes, angemessenes Neues zu bekommen.“ Der Rektor der Leutelt-Schule warb ausdrücklich bei Kollegen, Schülern und beim Elternbeirat dafür, dass sie alle die Baustelle verständnisvoll in Kauf nehmen.

Beim Architekten Christian Kampik und seinem Team aus München herrschte anfangs noch etwas Skepsis. Die verflog, als sie zum ersten Mal die Schule besuchten. „Wir waren überwältigt von der Atmosphäre.“ Auch mit den Fachplanern der Stadtverwaltung Kaufbeuren habe es von Anfang an eine kooperative Zusammenarbeit gegeben. „Da ziehen wirklich alle an einem Strang“, verwies er auch auf die ausführende Baufirma Hubert Schmid und die Schulleitung. Obwohl die Coronakrise bei den Planungen dazwischen grätschte, blieb man im Zeitplan. „Dank der guten Organisation dürfen wir heute hier stehen. Jetzt darf endlich gebaut werden“, so Kampik.

Im Jahr 1956 entstand der Altbau, da wurde der West- und der Ostflügel mit der Aula als Verbindungstrakt im Norden gebaut. Die Erweiterung der Grundschule, mit Werk- und Fachräumen im Keller, erfolgte 1971. Erst im Jahr 2003 wurde der Hort „Mosaik“ gebaut. 2019 wurde der Antrag bei der Regierung von Schwaben für die aktuellen Baumaßnahmen gestellt. Die Kosten belaufen sich insgesamt auf rund 20 Millionen Euro, wobei hier schon die Container, die bereits auf dem Sportgelände platziert sind, mit eingebunden sind. Der Freistaat Bayern schießt rund zehn Millionen Euro dazu. Künftig wird es dann 26 statt 23 Klassenzimmer geben. Zusätzlich soll es Flächen für einen Textilarbeitsraum, für EDV, für Mehrzweck- und Ausweichräume geben. Auch der Lehrerstützpunkt wird durch die Baumaßnahmen aufgewertet. Im Zuge der Baumaßnahmen muss der Hort in die neue Containeranlage umgelagert werden. Zum jetzigen Schultrakt kommen rund 590 Quadratmeter Fläche dazu. Nach Beendigung der Baumaßnahme werden 1275 Quadratmeter Fläche umgebaut sein.

Für Oberbürgermeister Stefan Bosse ist es ein wichtiges Signal in der Corona-Pandemie mit der Kommune Kurs zu halten und die Zukunftsprojekte entschlossen voranzutreiben. „Im Stadtrat gab es kein Rütteln an dieser Maßnahme. Wir sind uns der Verpflichtung bewusst“, so das Stadtoberhaupt. In den Augen des Landtagsabgeordneten Bernhard Pohl (FW) mache Schulleiter Hortig eine großartige Arbeit. Er sei mit Leib und Seele und Herz dabei. „Die Leutelt-Schule hat einen sehr eigenen Charme, doch es ist wichtig, dass ein Schulgebäude, welches in die Jahre gekommen ist, durch eine Attraktivierung aufgewertet wird.“ Das Geld sei gut angelegt. „Die Schulfamilie hat es absolut verdient“, sagte Pohl gegenüber dem Kreisbote.

Bis zum Ende der langen Bauphase soll die Kirschbaumlampe leuchten und alle daran erinnern, dass mit dem neuen Bauabschnitt etwas Neues und Fruchtbares entsteht.

Schulleiter Frank Hortig hofft derweil, dass die Baumaßnahmen bis Ende 2023 fertig sind und blickt auf die Kirschholzlampe. Sie soll für den kommenden Bau und die weiteren folgenden Schuljahre stets viel Glück und besondere Momente in diesem neuen Gebäude schenken. „Wir lassen die Lampe so lange leuchten, bis der Bau beendet ist. Erst danach machen wir das Lichtlein aus.“

von Stefan Günter

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