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Digitale Parkraumüberwachung

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Von: Kai Lorenz

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Parkraumüberwachung
Fährt ein Fahrzeug ein, wird ein Scan vom Kennzeichen gemacht und mit einem Zeitstempel versehen. © Kai Lorenz

Kaufbeuren/München – Wer aktuell beim Forettle Center parken will, wird von einer neuen Schranke sowie Videokameras empfangen. Der Grund: Das Forettle Center in Kaufbeuren hat sein Parksystem modernisiert und setzt ab sofort auf ein ticketloses Parkerlebnis. Umgesetzt wird das Parkmanagement vom Münchner Technologie­unternehmen Parkdepot GmbH. Das Tech-Startup aus München hat sich auf digitale Parkraumbewirtschaftung spezialisiert, das heißt die Parkdauer wird automatisiert mittels Kennzeichenscanner erfasst. 

Das Parkerlebnis soll dadurch für den Kunden komfortabler werden, denn es muss bei der Einfahrt kein Parkticket gezogen werden. „Somit kann auch kein Ticket vergessen oder verloren werden“, so Tamara Oertel von Parkdepot.

Der Kennzeichenscanner sei aber nicht gleichzusetzen mit einer Überwachung des Parkplatzes. Fährt ein Fahrzeug ein, wird ein Scan vom Kennzeichen gemacht und mit einem Zeitstempel versehen. Beim Abfahren wird erneut ein digitaler Stempel gemacht – die Differenz bildet anschließend die Parkdauer ab. „Der nicht zur Erkennung des Kennzeichens erforderliche umliegende Bildbereich wird automatisch geschwärzt. Weder der Fahrer noch Mitfahrer sind auf dem Bild zu erkennen. Der Detektionsbereich des Kennzeichenscanners liegt auf dem Privatparkplatz – der öffentliche Bereich ist durch dauerhafte Filter ausgeblendet“, so Oertel.

Wichtig zu wissen, es findet zudem keine laufende Videoüberwachung durch Speicherung oder Verarbeitung von Videostreams statt.

Was passiert mit den Daten, die dabei erfasst werden?

Regelkonforme Parkvorgänge werden nach maximal 48 Stunden (in Praxis meist sofort) gelöscht. Findet eine deutliche Überschreitung der Parkhöchstdauer statt oder wird die Parkgebühr nicht fristgerecht innerhalb der 24 Stunden entrichtet, wird der Datensatz an den Parkdepot Server gesendet, wo es schließlich zu einer Verfolgung des Falls kommt. Hier gelten die gesetzlichen Aufbewahrungsfristen.

Automat
Die offenen Parkgebühren können entweder direkt vor Ort am Terminal oder ganz einfach über pay.park-depot.de bezahlt werden. © Kai Lorenz

Wie funktioniert die Bezahlung?

Kunden des Forettle Centers parken innerhalb der ersten 1,5 Stunden kostenlos. Für Nichtkunden beträgt die Parkgebühr innerhalb der ersten 90 Minuten zwei Euro, anschließend werden 1,50 Euro pro angefangene Stunde fällig bei einem maximalen Tagesbetrag von sieben Euro.

Mitglieder des Fitnessstudios dürfen zwei Stunden kostenfrei parken.

Die offenen Parkgebühren, die bei Überschreitung der kostenfreien Kunden-Parkdauer oder für Nichtkunden anfallen, können entweder direkt vor Ort am Terminal oder ganz einfach über pay.park-depot.de bezahlt werden. Für beide Vorgänge muss als erster Schritt das Kennzeichen eingegeben werden. Anhand der vorliegenden Informationen werden die offenen Gebühren angezeigt und es stehen verschiedene Zahlungsmöglichkeiten zur Verfügung.

Wer mal in Eile ist und nicht gleich vor Ort bezahlen kann, der kann den Bezahlvorgang bis zu 24 Stunden nach dem Verlassen der Parkfläche erledigt werden. Die Beschilderung vor Ort wird zudem über die nötigen Schritte informieren. Wird die Parkgebühr nicht bezahlt, ist eine Vertragsstrafe, die an den öffentlichen Bußgeldkatalog angelehnt ist, fällig. Außerhalb der Öffnungszeiten ist das Parken nicht gestattet.

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