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Ordnungsbeauftragter des Stadtrats zieht positive Bilanz

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ehrenamtliche Kräfte der Sicherheitswacht Bayern
So sehen sie aus: Die ehrenamtlichen Kräfte der Sicherheitswacht werden mit Uniformen vom Freistaat Bayern ausgestattet. © Flyer der Bayerischen Polizei

Kaufbeuren – Fast nur Gutes hatte der Beauftragte des Stadtrats für Öffentliche Ordnung Markus Holste in seinem Jahresbericht für 2021 und 2022 vor dem Verwaltungs- und Finanzausschuss zu berichten. Insgesamt konnte bei den Straftaten ein Rückgang verzeichnet werden, während die Aufklärungsquote nach oben ging.

Einziger Wermuts­tropfen: Um das Sicherheitsgefühl der Bürger zu stärken, baut die Polizei auf die Hilfe der Sicherheitswacht. Die benötigt jedoch dringend personelle Unterstützung.

Nach der Corona-Pandemie hatte es mehrere Treffen gegeben, bei denen Holste mit Bürgerinnen und Bürgern das Thema Sicherheit und öffentliche Ordnung in Kaufbeuren besprechen konnte. Als Beispiele nannte er die Gespräche beim Jugendforum im Stadtsaal im vergangenen April, die Bürgerversammlung am 21. September, sowie den großen Blaulichtempfang Ende September, bei dem sich die verschiedenen Einsatzkräfte gegenseitig näher kennenlernen konnten und auch mit zahlreichen ehrenamtlichen Kräften in Kontakt kamen. Betrachtet man die zahlreichen Anfragen, Anmerkungen und Beschwerden der letzten beiden Jahre, resümierte Holste, so berührten lediglich 30 Prozent die Themen Sicherheit und Ordnung. Zentral waren hier das subjektive Sicherheitsgefühl auf dem Weg durch die Stadt, Lärmbelästigung sowie Vandalismus und Vermüllung. 70 Prozent des Interesses galt jedoch dem Thema Straßenverkehr, davon besonders dem sogenannten ruhenden Verkehr (parkende Autos) und dem Fahrverhalten in der Stadt, gerade im Hinblick auf die Geschwindigkeit. Bei einigen Beschwerden über angebliche Raser sei der Polizei aufgefallen, dass sie selbst bei Geschwindigkeitsmessungen an den benannten Orten wiederholt keine Übertretungen feststellen konnte. Immer häufiger, merkte Holste an, gebe es leider anonyme Anzeigen und Beschwerden, die sich mehrheitlich als Falschmeldungen herausstellten. Selbstverständlich, so Holste weiter, gehe man immer allen Anzeigen und Beschwerden nach, um zu prüfen, ob seitens der Behörden ein Handlungsbedarf bestehe oder nicht.

Nach der Party sicher nach Hause

Bei den Jugendlichen seien die Interessenschwerpunkte ähnlich gelagert, berichtete Holste, insbesondere sorgten sich die jungen Menschen aber um ihre Sicherheit beim nächtlichen Ausgang beziehungsweise auf dem Heimweg danach. In diesem Zusammenhang kümmerten sich die Behörden auch besonders um Orte, bei denen das subjektive Sicherheitsgefühl der Menschen als schlecht beschrieben wurde. Dies führte zu präventiven Maßnahmen am Jugendzentrum beim Freizeitgelände Kellerturm bezüglich Müllvermeidung und Lärmbelästigung, zu verstärkten Kontrollen durch die Sicherheitswacht bei den Gruppenansammlungen im Rüdiger-Park von Neugablonz, sowie zu baulichen Veränderungen im Jordanpark (wie beispielsweise die Verlegung des Spielplatzes auf das ehemalige Gelände des Eisstadions), die auch die Aufenthaltsqualität für alle Teile der Bevölkerung dort verbessern soll.

Sicherheitswacht sucht Verstärkung

Am Ende seines Vortrags kam Markus Holste auf die Bayerische Sicherheitswacht zu sprechen. Die seit 20 Jahren bestehende Institution sei eine hilfreiche Unterstützung für die Polizei im Stadtgebiet und genieße auch bei der Bevölkerung hohe Akzeptanz. Die ehrenamtlichen Sicherheitswachen werden vom Freistaat Bayern finanziert und mit Uniformen und Funkgeräten ausgestattet. Derzeit gebe es in der Stadt leider nur acht von ihnen, daher suche man dringend Verstärkung. Holste ermunterte in diesem Zusammenhang alle interessierten Bürgerinnen und Bürger, sich bei der Polizeiinspektion Kaufbeuren zu melden. Der Dienst sei ein wichtiger Beitrag zur Sicherheit in der Stadt und könne gut als Ehrenamt ausgeübt werden, da die Wachen in der Regel abends oder am Wochenende auf Streife gingen.

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