Start ohne große Probleme

Schulen freuen sich wieder über Präsenzunterricht

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Lernen unter erschwerten Bedingungen: Schüler der M10a der Jörg-Lederer-Mittelschule müssen während des Unterrichts auch eine Maske tragen.

Kaufbeuren/Landkreis – Die erste Schulwoche in besonderen Corona-Zeiten haben die Schülerinnen und Schüler im Landkreis und in Kaufbeuren bereits geschafft. Laut dem zuständigen Staatlichen Schulamt im Landkreis Ostallgäu ist der Start der insgesamt 50 Grund- und Mittelschulen ohne besondere Vorkommnisse über die Bühne gegangen. Auch die Einschulungsveranstaltungen liefen ohne Probleme ab.

Erfreulich ist der einhellige Tenor aus den Schulen im Landkreis: Lehrer und Schulleiter sind froh, alle ihre Schülerinnen und Schüler wieder im Präsenzunterricht begrüßen zu dürfen. „Unser Start ins neue Schuljahr ist erstaunlich gut verlaufen, obwohl den Schülern das Hygienekonzept nicht bekannt war. Sie halten sich dran, es funktioniert“, freut sich Christian Gebauer, Rektor der Jörg-Lederer-Mittelschule in Kaufbeuren. Alle Eltern waren vorbereitet, verweist der Schulleiter im Kreisbote-Gespräch auf das Tragen der Mund-Nasen-Bekleidung. Mit der auf neun Schultage befristeten Maskenpflicht für alle Schüler und Lehrkräfte habe die Bayerische Staatsregierung dem Wunsch des überwältigenden Teils der Eltern entsprochen, ihre Kinder wieder regulär beschulen zu lassen. „Maske tragen senkt das Ansteckungsrisiko um 90 Prozent. Mit der jetzt vereinbarten Regelung berücksichtigen wir einerseits das besonders ausgeprägte Sicherheitsbedürfnis der Menschen und vermeiden andererseits, den Lernerfolg unserer Schüler zu stark zu schmälern“, sagte Kultusminister Prof. Dr. Michael Piazolo.

Noch ist allerdings nicht absehbar, wie es danach weitergeht. „Vieles hängt auch vom Infektionsgeschehen im Landkreis ab“, macht Schulamtsdirektor Andreas Roth deutlich.

Ungewohntes Bild

Auffallend in der Jörg-Lederer-Mittelschule ist, dass fast überall sämtliche Klassenzimmertüren geöffnet sind. „Dadurch kann die Ansammlung von Aerosol-Partikel in den Räumen vermieden werden“, so Gebauer. Ein besserer Luftaustausch sei somit zusätzlich bei geöffneten Fenstern vorhanden. Allerdings kommen die Schülerinnen und Schüler beim Sportunterricht um das Tragen der Mund-Nasen-Bekleidung erst einmal nicht herum. „Jede Sportlehrkraft entscheidet aber selbst, welche Inhalte mit Maske überhaupt möglich sind“, hofft Gebauer, dass die Maskenpflicht zumindest im Unterricht nach den 14 Tagen fallen gelassen wird.

Schon nach den ersten Schultagen kann Christian Gebauer aber zumindest aus seiner Schule eine positive Rückmeldung geben. Sowohl Lehrer als auch Schüler meistern diese Situation. Allerdings sei die Belastung der Lehrkräfte in den ersten Tagen doch ziemlich hoch gewesen, so der Schulleiter. „Gerade was die Digitalisierung angeht, musste zu Beginn eines Schuljahres viel mehr geleistet werden.“

von Stefan Günter

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