Sicht im Eisstadion: Runder Tisch sorgt für Zufriedenheit bei allen Beteiligten

Jetzt doch Zwischenstufen?

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Die Architekten Dr. Stefan Nixdorf (2.v.r.) und Dimitrios Kogios (rechts) sichten die Pläne der Arena. Mit im Bild sind Kaufbeurens Baureferatsleiter Helge Carl (2.v.l.) und KU-Vorstandsvor­sitzender Markus Pferner.

Kaufbeuren - Die Zwischenstufen in der erdgas schwaben arena könnten realisiert werden. Das ist das Ergebnis eines Runden Tisches am Mittwochabend. Nur der Stadtrat muss noch zustimmen.

Zwei Tage nach der Bürgerinformationsveranstaltung zum Thema „Bessere Sicht im Kaufbeurer Eisstadion“ (wir berichteten online)sind Vertreter des Kommunalunternehmens Eisstadion, Stadtverwaltung und ESVK gemeinsam mit der Fan-Initiative zu einem Runden Tisch zusammengekommen. Ziel dieses Gesprächs war es, eine einheitliche Lösung zu finden. Am Ende stand fest: Die Zwischenstufen in der erdgas schwaben arena sollen realisiert werden.

„Ich bin froh, dass wir uns gemeinsam auf diesen Weg machen. Wir haben uns nie gegen eine Lösung von Zwischenstufen verschlossen“, sagt Markus Pferner, Vorstandsvorsitzender des Kommunalunternehmens Eisstadion Kaufbeuren. Seit Wochen und Monaten staute sich bereits der Unmut bei den Fans an. (wir berichteten mehrfach) Die schlechten Sichtverhältnisse hinter beiden Toren in der Arena veranlassten viele Zuschauer, von Steh- auf Sitzplatz umzuschwenken. Andere wiederum gehen erst gar nicht mehr ins Stadion, schauen sich die Spiele lieber live im Internet an.

Schon bei der Infoveranstaltung am Montagabend im Stadtsaal ging der Weg in die richtige Richtung. Hier wurde bereits über die Lösung von Zwischenstufen diskutiert. Architekt Dr. Stefan Nixdorf, der sich bereits vor vielen Jahren mit der Sichtproblematik im Augsburger Eisstadion (wir berichteten) intensiv befasst hatte, reiste extra zu diesem Runden Tisch an. Er wolle eine neutrale Position einnehmen sowie die Sachlage objektiv darstellen und betrachten. „Wir sind am Ende eines Weges und nicht am Anfang“, hebt er hervor. Schon im Vorfeld dieses Treffens haben sich Architekt Dimitrios Kogios von „asp“ Architekten aus Stuttgart und er ausgetauscht. So stand auch eine Ortsbegehung am Mittwoch in der Arena auf dem Programm.

Die Lösung Zwischenstufen

„Es gibt Möglichkeiten, die Sichtverhältnisse zu verbessern“, sagte Nixdorf. Bei der Errichtung von Zwischenstufen würde die einzelne Stufe dann eine Höhe von 25 Zentimeter betragen, im jetzigen Fall sind es 50 Zentimeter. Ein Geländer ist dann auch nicht notwendig. Dr. Bernhard Lehmann, Sprecher der Fan-Initiative, macht derweil unmissverständlich klar: „Für uns hat die Sicht absolute Priorität. An Zwischenstufen sollte man nicht sparen.“

Allerdings wird der Einbau Mehrkosten veranschlagen, die auf die Stadt zukommen werden. „Wir wollen uns dem nicht verschließen“, verweist Oberbürgermeister Stefan Bosse aber auf einen Mehrheitsbeschluss der Stadträte. Das Stadt­oberhaupt brachte darüber hinaus nochmals eine Fan-Umfrage ins Spiel: „Zuschauer sollen bei einem angekündigten Heimspiel ihre Meinung sagen können“.

Markus Pferner zeigte sich im Nachgang des Runden Tischs zufrieden: „Wir waren immer gesprächsbereit“, sagt er in Richtung der Fan-Initiative. Bereits im Jahr 2015 sei bereits über die Zwischenstufen gesprochen worden. „Es war und ist bei uns immer ein Thema“, so der KU-Chef, der nie bestritten hatte, „dass der Einbau von Zwischenstufen zu besseren Sichtverhältnissen führt.“

Ausschuss berät über Vorschlag

Vor der Stadtratssitzung am 22. Oktober werden sich nun die Mitglieder des Verwaltungsrats mit dieser Thematik auseinandersetzen. Auch müsse, laut Pferner, beschlossen werden, wo das Provisorium im Stadion eingebaut und dann getestet werden soll. Hier soll auch der ESVK mit eingebunden werden.

Zufrieden verließ auch Dr. Bernhard Lehmann den Runden Tisch: „Dr. Nixdorf hat klar und deutlich gezeigt, dass eine Sichtverbesserung, auf die nicht verzichtet werden kann, nur über den Weg der Zwischenstufen zu realisieren ist. Mit dem vorgeschlagenen Kompromiss können wir gut leben.“

Von Stefan Günter

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