Sicherheitsgespräch mit dem Polizeipräsidium Schwaben Süd/West

Sicherste Stadt Südbayerns

Polizei
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Beim Sicherheitsgespräch mit dem Polizeipräsidium Schwaben Süd/West: Polizeipräsidentin Dr. Claudia Strößner (v. li.), Oberbürgermeister Stefan Bosse, Leitender Polizeidirektor Dr. Dominikus Stadler.
  • VonKai Lorenz
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Kaufbeuren – Erstmals im Stadtsaal begrüßte Kaufbeurens Oberbürgermeister Stefan Bosse kürzlich die Polizeipräsidentin Dr. Claudia Strößner und eine Abordnung des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West. Im jährlich stattfindenden Sicherheitsgespräch mit dem Polizeipräsidium stellte sich schnell heraus: Kaufbeuren war und ist im Vergleich zu anderen Städten sehr sicher. In Südbayern gilt Kaufbeuren sogar als die sicherste Stadt.

Nach einleitenden Worten durch Polizeipräsidentin Dr. Strößner stellte Polizeioberkommissar Jakob Wich, Mitarbeiter der Polizeiinspektion Kaufbeuren, die aktuellen Werte für das Stadtgebiet Kaufbeuren vor. In absoluten Zahlen wurden 2190 Straftaten gemeldet. „Dies stellt für Kaufbeuren ein Rekordtief dar“, so Wich.

„Das Polizeipräsidium Schwaben Süd/West steht bayernweit überdurchschnittlich gut bei der Aufklärungsquote dar. Besonders lobenswert ist die Aufklärungsquote in Kaufbeuren, hier werden 74,7 Prozent aller gemeldeten Straftaten aufgeklärt,“ so Strößner über die Statistik des Vorjahres.

Auch Oberbürgermeister Stefan Bosse freute sich über die Zahlen. Denn eine niedrige Kriminalitätsrate sei für Kaufbeuren als Wohn- und Wirtschaftsstandort ein Aushängeschild. Bosse dankte den Mitarbeitern der Polizeiinspektion und Kriminalpolizeistation Kaufbeuren im Namen aller Bürger für ihre „ausgezeichnete Arbeit.“

Erfreulicherweise ist zudem die Anzahl der Fahrraddiebstähle zurückgegangen. Dies lässt sich darauf zurückführen, dass Brennpunktgebiete klar identifiziert wurden und anschließend durch geeignete Maßnahmen, zum Beispiel ausgiebigere Kontrollfahrten der Polizei, Straftaten verhindert wurden, resümierte Wich.

Neuer Fokus liegt nun auf der Vereitlung von Straftaten, die sich am Muster des „Enkeltricks“ orientieren. Dabei geben sich fremde Personen als Familienangehörige aus, die dringend Bargeld benötigen. Gerade die Pandemie hat viele Menschen vereinsamen lassen und damit werden sie leichter zu Zielen für Straftäter, weiß Wich zu berichten. In der Folge komme es immer wieder zu versuchten und leider teilweise auch erfolgreichen Übergaben von großen Mengen an Bargeld.

Das wiederkehrende Tatmuster beinhaltet großen psychischen und zum Teil auch physischen Druck für die Opfer, die von den Tätern teilweise mehrere Stunden regelrecht verhört werden, so der Polizeioberkommissar. Eine besonders perfide Methode sei der sogenannte Schockanruf. Dabei werden Menschen urplötzlich mit einer vermeintlichen „Notlage“ konfrontiert. Die Täter suggerieren am Telefon, dass sich die Angehörigen nur mit Geld aus ihrer Notlage befreien können. Aufgrund dieser Belastung werden die oftmals älteren Menschen zur Übergabe von Bargeld gedrängt.

Die Polizei rät dazu, sich nicht einschüchtern zu lassen und niemals Bargeld an fremde Personen zu übergeben. Zusätzlich ist es unerlässlich, die Polizei und nahestehende Personen, wie zum Beispiel Kinder oder Enkel, zu informieren. Meistens gibt schon ein einfacher Anruf Klarheit, dass es den Angehörigen tatsächlich gut geht. „Holen Sie sich Hilfe. Sie sind nicht allein!“ rät die Polizei eindringlich.

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