Buntes Publikum bei der ersten Tattoo-Messe in der Kaufbeurer Karthalle

Geschichten auf der Haut

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Filigranes Handwerk: Über die Präzision des Tätowierers von TS Tattoo aus Schwabmünchen kann man nur staunen.
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Elena Chifan, die das „Dark Fairy Tattoo-Studio“ in Neugablonz betreibt, ist konzentriert bei der Arbeit.
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Kaufbeuren - Die erste Tattoo-Messe in der Kaufbeurer Karthalle  mit 100 Tattoo- und Piercing Artists verschiedenster Stilrichtungen aus der Welt zog ein buntes Publikum an.

Ein Tätowierer, der konzentriert an dem kleinen oder größeren Kunstwerk auf der Haut des Kunden arbeitet, und ein Kunde, der die Prozedur mal mit schmerzerfülltem Gesichtsausdruck, mal mit meditativer Gelassenheit über sich ergehen lässt – dieses Bild bot sich vielfach am Wochenende bei der ersten Tattoo Convention in der Kaufbeurer Karthalle. Das große Event mit 100 Tattoo- und Piercing Artists verschiedenster Stilrichtungen aus der Welt zog ein buntes Publikum an.

Viele unter den Besuchern ließen sich vor Ort ein Tattoo stechen, und verewigten einen Schriftzug, ein besonderes Symbol, ein Fantasywesen oder ihren Lieblingshelden aus dem Marvel-Universum auf der Haut. Egal ob es sich um das eigene Haustier, ein selbst kreiertes Motiv oder Persönlichkeiten wie Marlon Brando oder Freddie Mercury handelte – der Kreativität waren dabei keine Grenzen gesetzt.

Anklang fand der Trend um die Körperkunst nicht nur bei eingefleischten Tattoo-Fans, sondern auch bei Interessierten verschiedenen Alters, die sich mit den Tattoo-Artists austauschten.

Einer von ihnen ist der 23-jährige Danny Haninger, der selbst ein Tattoo-Studio in Bayern eröffnen möchte. Sein Vorbild ist Star-Tätowierer Randy Engelhard, der in der TV-Sendung „Horror Tattoos“ regelmäßig missratene Tattoos rettet. Danny hat wie viele seiner Berufskollegen schon als Kind gerne gezeichnet, und ist von dieser Form der Kunst begeistert. „Mit der individuellen Handschrift auf der Haut ein Unikat zu erschaffen, ist unbeschreiblich“, sagt er.

Viele der Kunden auf der Messe wollen durch ein Tattoo eine persönliche Erinnerung festhalten, ein Lebensgefühl widerspiegeln, Zuneigung zu einem geliebten Menschen ausdrücken, sich individualisieren.

Auffällig ist, dass sich unter den Künstlern auch einige weibliche Tattoo-Artists befanden. So zum Beispiel die junge Chrissy vom Kaufbeurer Studio Chrissy Tattoo, die vom Handwerk des Tätowierers fasziniert ist, und besonders gerne Anime- und Comic-Motive auf die Haut ihrer Kunden zaubert. Dass sich die Mädels dabei oft tapferer anstellen als so manche Männer, verrät sie mit einem Augenzwinkern.

Auch für Tätowiererin Sandra vom Studio White Fox Ink in Oberbeuren ist die Arbeit mit den Kunden eine spannende Angelegenheit: „Tattoos haben Geschichten“, und diese in individuelle Körperkunst zu verwandeln, reizt sie immer wieder aufs Neue.

Von Mahi Kola

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