Der Geschäftsführer des Städtepartnerschaftsvereins ist gestorben

Kaufbeuren trauert um László Kasztner

László Kasztner.
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László Kasztner.

Kaufbeuren – László Kasztner ist tot. Der Geschäftsführer des Vereins zur Pflege der Städtepartnerschaften ist am Montag im Alter von 75 Jahren gestorben. Er galt als Mensch, der Brücken bauen konnte, zwischen Städten und deren Menschen, unabhängig ihrer politischen oder wirtschaftlichen Ausrichtung. Sein Glaube war unerschütterlich und spiegelte sich in seinem Handeln wider.

„Ich habe nicht nur meinen Geschäftsführer verloren, sondern auch meinen Freund“, sagte Ernst Holy, Vorsitzender des Städtepartnerschaftsvereins. Es sei Kasztner immer ein besonderes Anliegen gewesen, dass alle gesellschaftlichen Schichten an der Städtepartnerschaft teilnehmen, erinnerte sich Holy. Über die Jahre habe Kasztner ein internationales Freundschaftsnetz aufgebaut, das ihn bei seinem Einsatz für die Völkerverständigung unterstützte.

Kasztner pflegte die Kontakte, nahm an kulturellen, politischen und kirchlichen Veranstaltungen teil. Darüber hinaus organisierte er mit großem Zuspruch jedes Jahr eine Busfahrt in die Partnerstädte.

Eine besondere Herausforderung war der Besuch von den Delegationen aus Ferrara, Gablonz a. d. Neiße und aus Szombathely zum Tänzelfest. Mit Vereinsmitgliedern stellte er für die drei Tage ein Besuchsprogramm auf und kümmerte sich um die Unterkunft. „László Kasztner hat die Verbindung zu unseren Partnerstädten nicht nur belebt. Er hat sie gelebt“, reflektierte Holy. „Wir werden László Kasztner immer ein ehrendes Andenken bewahren. Unser Mitgefühl gilt seiner Familie.“

Auch Oberbürgermeister Stefan Bosse würdigte Kasztner Einsatz für die Völkerverständigung, die ihm immer ein persönliches Anliegen gewesen sei. „Ich habe die Zusammenarbeit mit László Kasztner sehr geschätzt und habe ihn als Fürsprecher der Sache kennengelernt.“

Kasztner war bis zu seinem Tod Geschäftsführer des Städte­partnerschaftsvereins. Er pflegte in den 15 Jahren direkten Kontakt mit den Vertretern der Partnerstädte, den Kaufbeurer Schulen und Vereinen. Ehrenamtlich engagierte er sich darüber hinaus bei Kolping, der Kaufbeurer Initiative und bei der Pfarrei St. Martin.

Die Beisetzung findet corona­bedingt im engsten Familienkreis statt. Eine öffentliche Abschiedsfeier ist im kommenden Jahr geplant.

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