Weniger Verkehrsunfälle in Kaufbeuren

Satistik auf niedrigstem Stand seit zehn Jahren

Kollision mit falsch fahrender Radlerin: Geteilte Schuld
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Vor allem Radfahrer haben wieder viele Unfälle im Stadtgebiet Kaufbeuren verursacht.

Kaufbeuren – Gute Nachrichten kann die Polizei mit Blick auf die Unfallzahlen für das vergangene Jahr verkünden. Die Gesamtzahl der Verkehrsunfälle im Stadtgebiet Kaufbeuren ist nämlich erneut auf nunmehr 1018 Fälle (2020: 1051) gesunken – und zwar auf den niedrigsten Stand seit zehn Jahren. Erfreulicherweise sinkt damit auch die Zahl der Verletzten. „Dies entspricht im Übrigen auch den bayern- und präsidiumsweiten Trends“, wie Polizeihauptkommissar Stefan Horend, Sachbearbeiter Verkehr bei der Polizei Kaufbeuren, jetzt mitteilte.

Als wesentlichen Faktor führt Horent die durch Corona bedingte reduzierte Reisetätigkeit für den erneuten Rückgang der Verkehrsunfälle an.

Im vergangenen Jahr wurden bei 150 Verkehrsunfällen insgesamt 182 Menschen verletzt, davon 159 leicht und 23 schwer. Eine Person kam am 15. November auf der B12 bei einem schweren Verkehrsunfall ums Leben.

In 61 Fällen mit verletzten Menschen waren Radfahrer und in 20 Fällen Fußgänger beteiligt.

Häufigste Unfallursachen

Laut Statistik der Polizei ist die häufigste Unfallursache ein ungenügender Sicherheitsabstand (404 Fälle). In 323 Fällen wurden Fehler beim Abbiegen, Wenden, Rückwärtsfahren oder Ein- und Anfahren gemacht. 19 Mal führte Alkoholeinfluss zum Unfall. Ebenso häufig wird zu schnelles Fahren als Ursache gelistet. Nur bei einem dieser Unfälle wurde niemand verletzt.

Allein die Verkehrsunfälle unter Drogeneinfluss sind im vergangenen Jahr gestiegen. 2020 gab es keinen einzigen Fall, im letzten Jahr waren es drei mit vier Verletzten.

Viele junge Menschen betroffen

Auch vier Schüler wurden im vergangenen Jahr auf dem Weg zur Schule in Unfälle verwickelt. Drei von ihnen waren mit dem Fahrrad unterwegs. „Ein Jugendlicher überquerte an der Kreuzung am Forettle bei Rotlicht eine Fußgängerampel und hatte nur Augen für sein Handy“, so Horend. Ein anfahrender Autofahrer habe nicht mehr bremsen können und erfasste den abgelenkten Schüler. Dieser wurde bei dem Unfall schwer verletzt. Keiner der Schulwegunfälle passierte im Nahbereich einer Schule.

Die Zahl der Unfälle mit jungen Erwachsenen zwischen 18 und 24 Jahren stieg im Vergleich zu 2020 leicht an. Waren es 2020 insgesamt 107 Unfälle, stieg die Zahl 2021 auf 124 Fälle an. Dagegen krachte es bei den Senioren ab 65 Jahren in Kauf­beuren im vergangenen Jahr weniger. Insgesamt verursachten sie 103 Unfälle (2020: 122).

Radler im Fokus

Einen Schwerpunkt stellen für die Polizei die Radunfälle dar. Insgesamt ereigneten sich im Stadtgebiet letztes Jahr 66 Verkehrsunfälle unter Beteiligung eines Radfahrers. Bei zwei Drittel der Unfälle handelten die Radfahrer „unfallursächlich“, hatten also mindestens eine Teilschuld. Dieses Problem nimmt die Kaufbeurer Polizei zum Anlass, auch heuer wieder mit der im Jahr 2020 gegründeten Fahrradkontroll-Gruppe entsprechende Kontrollen durchzuführen.

An den 66 Unfällen waren elf Pedelec-Fahrer beteiligt, von denen drei schwer und zehn leicht verletzt wurden. Die Unfallorte sind über das ganze Stadtgebiet verteilt, ein Unfallschwerpunkt ist laut Polizei also nicht zu erkennen.

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