Verschmutzte Tiere und verunreinigte Ställe

Veterinäramt kontrolliert Bauernhof in Hirschzell: Verstöße bei der Rinderhaltung

Rinder im Stall von hinten
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Das Veterinäramt stellte bei einer Kontrolle auf einem Bauernhof in Hirschzell massive Verstöße bei der Rinderhaltung fest.

Kaufbeuren-Hirschzell – Da kommen Erinnerungen an den Tierskandal in Bad Grönenbach im vergangenen Jahr hoch, wenngleich der aktuelle Fall nicht so gravierend ist wie damals: Am 7. September hat das Veterinäramt Ostallgäu bei der Kontrolle einer Rinderhaltung in Hirschzell massive Verstöße in Form einer erheblichen Verschmutzung der Rinder sowie einer starken Verunreinigung des Aufenthaltsbereiches der Tiere durch Exkremente festgestellt. 

Wie der Kreisbote auf Nachfrage vom Landratsamt erfuhr, wurde dem Landwirt umgehend die Abgabe der Milch verboten und ihm mitgeteilt, dass eine Wegnahme der Tiere in Frage steht. Der Landwirt erklärte daraufhin, dass er beabsichtige, den Tierbestand aufzulösen. Bei einer Nachkontrolle am Tag darauf stellten die Veterinäre fest, dass nur noch wenige Jungtiere im Stall verbleiben. Die übrigen Tiere wurden freiwillig abgegeben, der betroffene Landwirt hat den Großteil seines Bestandes selbständig aufgelöst.

Für die wenigen Tiere, die sich nach Rücksprache mit dem Veterinäramt derzeit noch in seiner Obhut befinden, lag und liegt eine Tierwohlgefährdung nach Einschätzung des Veterinäramtes nicht vor, teilte eine Mitarbeiterin der Abteilung Öffentliche Ordnung der Stadt Kaufbeuren dem Kreisbote mit.

Dennoch überprüft die Stadt derzeit weitere mögliche Maßnahmen, darunter fällt unter anderem ein Tierhalte- und Betreuungsverbot für den Bauern. Ein entsprechendes Bußgeldverfahren wurde eingeleitet.

kb

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