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Flüchtlinge blieben aus

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Notunterkunft Turnhalle Schrader-Volksschule
Die Turnhalle der Schrader-Volksschule wurde vom BRK zu einer Notunterkunft umgerüstet. © Gattinger

Kaufbeuren – Vergangenen Montagnachmittag hatte die Regierung Schwaben dem städtischen Sozialreferat die Ankunft eines Busses mit 53 Kriegsflüchtlingen angekündigt, der noch am selben Abend eintreffen sollte. Um 17 Uhr hieß es dann von Seiten der Regierung, die Nachricht über die Zuweisung sei irrtümlich erfolgt.

Aktuell wurde die Stadt Kaufbeuren noch nicht in Kenntnis gesetzt, ob und auf wie viele Geflüchtete sich die Kommune kurzfristig einstellen muss.

Seit dem Wochenende hält die Stadt weisungsgetreu Übernachtungsplätze für bis zu 300 Bedürftige vor. Dazu wurde die Turnhalle der Schrader-Volksschule von Hilfskräften des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) zu einer Notunterkunft umgerüstet. Aktuell laufen in der Halle mehrere mit Starkstrom betriebene Heizlüfter um vorsorglich ein Wohnklima zu etablieren. Zusätzlich wird dort ein entsprechender Vorrat an Getränken, Nahrungsmitteln und Hygieneartikeln bereitgehalten. 

Notunterkunft mit Kinderbetten
Für die Kleinen gibt es auch Babybetten und einen „Tobe-Bereich“ © Gattinger

Weitere Unterbringungsmöglichkeiten wurden auch in anderen kommunalen Gebäuden eingerichtet. Markus Pferner, Leiter des Sozialreferats und Kämmerer der Stadt hält sich mit seinen Mitarbeitern und den Hilfskräften des BRK in Bereitschaft. Im wahrscheinlichen Fall einer erneuten Zuweisung aus Augsburg rechnet er für die Organisatoren und Hilfskräfte mit einem Vorlauf von zwei bis drei Stunden.

Toilettenbeschilderung  zweisprachig
Für die erste Orientierung helfen zahlreiche Schilder in kyrillischer Schrift. © Gattinger

Aktuell sind 113 Geflüchtete bei der Stadt registriert. Pferner schätzt jedoch, dass bereits an die 200 Flüchtlinge in Kaufbeuren eine Bleibe gefunden haben – viele von ihnen bei Gastfamilien, Verwandten oder in privaten Unterkünften.

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