Statistik des Standesamtes Kaufbeuren für das Jahr 2018

In Kaufbeuren wird immer mehr geheiratet

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Die Ehe liegt in Kaufbeuren voll im Trend. Das Ja-Wort sagten sich im vergangenen Jahr so viele Paare wie seit 1991 nicht mehr.

Kaufbeuren – Heiraten in Kaufbeuren erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Die Zahl der Eheschließungen ist mit 312 Ehen im vergangenen Jahr (Vorjahr: 295) auf dem Höchststand seit 1991. Das geht aus der Statistik des Standesamtes Kaufbeuren für das Jahr 2018 hervor. Daneben liefert Standesbeamte Mathias Müller noch einige weitere Daten und Fakten aus Kaufbeuren.

In der Zahl der Eheschließungen enthalten sind vier Umwandlungen gleichgeschlechtlicher Lebenspartnerschaften (zweimal weiblich, zweimal männlich) in Ehen und drei gleichgeschlechtliche Trauungen weiblicher Paare. Die Zahl der auswärtigen Paare, die in Kaufbeuren heiraten, ist mit 100 gegenüber dem Vorjahr (95) laut Müller nochmals leicht angestiegen und beträgt nun 32 Prozent der Eheschließungen. „Ein Highlight im wahrsten Sinne des Wortes sind die seit dem Jahr 2018 angebotenen Trauungen im Türmerzimmer des Kaufbeurer Fünfknopfturms“, so Müller. Von den 24 angebotenen Trauungsterminen im fünften Stock des Turms, also über den Dächern der Stadt, wurden 17 Termine gebucht. „Eine beträchtliche Zahl für das Startjahr!“, freut sich der Standesbeamte. Er weißt darauf hin, dass dort auch in diesem Jahr wieder 24 Termine in den Monaten Mai bis Oktober angeboten werden. Weiterhin beliebt bleibt für Heiratswillige das romantische Angebot einer Candle-Light-Trauung. Hier wurden laut Angaben des Standesamts im vergangenen Jahr insgesamt 15 Paare im Kerzenschein ins Eheglück geführt, genauso viele wie im Jahr 2017.

Die beliebten L‘s

Die Beliebtheitsliste bei den ersten Vornamen neugeborener Kinder wird bei den Mädchen von den Namen Lina, der elfmal vergeben wurde, Lena (9) und Luisa (8) angeführt. Bei den Buben waren die Namen Lukas (12), Ben (11) und Fabian sowie Paul (jeweils 9) besonders hoch im Kurs.

Das hiesige Standesamt hat im vergangenen Jahr 921 Geburten bekundet, 29 weniger als im Vorjahr, was einem Rückgang von drei Prozent entspricht. „Weiterhin hoch bleibt der Anteil der Eltern mit ausländischer Staatsangehörigkeit. Waren es im Vorjahr noch 275, so verringerte sich die Zahl der Kinder mit Eltern, von denen mindestens einer eine ausländische Staatsangehörigkeit besitzt, zwar auf 263. Dies entspricht aber nach wie vor einem Anteil von 28,6 Prozent (Vorjahr: 28,9 Prozent).62 Kinder von Flüchtlingen kamen 2018 in Kaufbeuren auf die Welt, im Jahr zuvor waren es noch 78 Kinder.

Der Anteil der Geburten im Jahr 2018 im Klinikum Kauf­beuren, deren Eltern nicht in der Wertachstadt wohnen, betrug 562 (Vorjahr: 564), was einem Anteil von 70,8 Prozent entspricht (Vorjahr: 59,3 Prozent). Kaufbeu­rer Bürgerinnen haben 40 Kinder weniger entbunden als im Vorjahr, nämlich 387. Hiervon wurden laut Müller 359 Mädchen und Buben in Kaufbeuren auf die Welt gebracht (Vorjahr: 386).

Während die Zahl der Geburten in Kaufbeuren rückläufig war, ist die der beurkundeten Sterbefälle gegenüber dem Vorjahr (850) auf insgesamt 866 Sterbefälle gestiegen. Müller zufolge ist dies die höchste bislang beurkundete Zahl seit den Aufzeichnungen ab 1945, wobei die Zahl der verstorbenen Kaufbeurer Bürger gegenüber dem Vorjahr (526) nochmals um 46 auf 572 Verstorbene gestiegen ist.

So viele Kirchenaustritte wie noch nie

In der Statistik ebenfalls erfasst wird die Zahl der Kirchenaustritte in Kaufbeuren. Die ist laut Müller mit 320 auf einem noch nie verzeichneten Höchststand (Vorjahr: 255). Allein die Austritte aus der römisch-katholischen Kirche stieg um nahezu 40 Prozent auf 216 an der Zahl (Vorjahr: 155). Aus der evangelischen Kirche traten 101 Bürger aus, aus sonstigen Religionsgemeinschaften drei.

st/kb

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