MdL Pohl besucht den Inspekteur für das Sanitätswesen

Zeitplan für Sanitätsregiment wird konkreter

MdL Bernhard Pohl mit Generaloberstabsarzt Dr. Ulrich Baumgärtner
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Besuch in Berlin: MdL Bernhard Pohl (li.) mit Generaloberstabsarzt Dr. Ulrich Baumgärtner.

Kaufbeuren – Der Kaufbeurer Landtagsabgeordnete Bernhard Pohl, Sprecher der Freie Wähler-Landtagsfraktion für Fragen der Bundeswehr, hat Generaloberstabsarzt Dr. Ulrich Baumgärtner als militärischer Leiter der Teilstreitkraft Sanitätswesen der Bundeswehr in Berlin zu einem Gedankenaustausch besucht. Neben vielen Themen kam auch die Frage eines verpflichtenden Dienstjahres für junge Frauen und Männer zur Sprache, für das sich die Fraktion der Freien Wähler schon seit langer Zeit stark macht. Abschließend sprachen der Inspekteur und der Abgeordnete noch über das neue Sanitätsregiment in Kaufbeuren.

Die Einführung eines für ein verpflichtendes Dienstjahr für junge Männer und Frauen ist bereits Anschaffung der Wehrpflicht ein Thema. Die Grundlagenkommission habe seiner Zeit ein Konzept erarbeitet und der Öffentlichkeit vorgestellt. Es sieht vor, dass junge Menschen unabhängig vom Geschlecht einen zwölfmonatigen Dienst ableisten. Anders als bei der früheren Wehrpflicht besteht aber ein Wahlrecht zwischen Bundeswehr, sozialen und sonstigen gemeinnützigen Verwendungen. Diese Überlegungen begrüßte der General und stellte fest, dass die Bundeswehr durch den Wegfall des Wehrdienstes mittelfristig vor der Herausforderung stehe, gute und motivierte Menschen anzuwerben.

Baumgärtner freut sich auf den neuen Standort in Kaufbeuren, der insbesondere zu Ausbildungszwecken genutzt werden soll, aber auch der Unterstützung der Gebirgseinheiten der Bundeswehr dient sowie den Standort Dornstadt entlastet. Auch zeitlich gibt es bereits eine Perspektive. Im Jahr 2022 soll ein Vorkommando nach Kaufbeuren kommen, das zunächst den Bedarf insbesondere der Umwidmung und Umgestaltung von Gebäuden ermittelt. Es ist auch zuständig für die Ansiedlung der ersten Kompanien, was ab 2023 folgen soll. Die Planungen sehen vor, das Regiment bis Anfang des nächsten Jahrzehnts komplett aufzustellen und arbeitsfähig zu machen. Baumgärtner hält den Zeitraum von gut zehn Jahren für realistisch, aber auch erforderlich, da man eine solche Einheit nicht aus dem Boden stampfen könne.

von Wolfgang Becker

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