Eine Stadt trauert

Altoberbürgermeister Rudolf Krause verstorben

Altbürgermeister Rudolf Krause
+
Altbürgermeister Rudolf Krause ist am vergangen Wochenende im Alter von 90 Jahren verstorben.
  • VonKai Lorenz
    schließen

Kaufbeuren – Die Stadt Kaufbeu­ren trauert um seinen Altbürgermeister Rudolf Krause. Wie Oberbürgermeister Stefan Bosse am Montagmittag mitteilte, sei er am vergangenen Wochenende im Alter von 90 Jahren verstorben.

Kaufbeuren – Die Stadt Kaufbeu­ren trauert um seinen Altbürgermeister Rudolf Krause. Wie Oberbürgermeister Stefan Bosse am Montagmittag mitteilte, sei er am vergangenen Wochenende im Alter von 90 Jahren verstorben.

„Seiner lieben Frau und seiner lieben Familie sind wir in ihrer Trauer verbunden. Voller Dankbarkeit und mit großem Respekt blicken wir auf Rudolf Krauses Verdienste für Kaufbeuren. Wir verneigen uns vor seinem Lebenswerk und werden ihn nicht vergessen“, sagte Bosse in einer ersten Reaktion auf die traurige Nachricht. Er kündigte an, dass an allen städtischen Gebäuden Trauerbeflaggung angebracht werde.

Erst im Februar dieses Jahres konnte Krause seinen 90. Geburtstag feiern. Eigentlich hätte es einen kleinen Empfang im Kaufbeurer Rathaus zu Ehren des Altoberbürgermeisters geben sollen, der insgesamt 22 Jahre im Amt war. Die ­Coronasituation ließ das leider nicht zu. Bei den Kaufbeurer Bürgern war Rudi Krause ungebrochen beliebt und das zu Recht, so Bosse.

Rudolf Krause wurde am 11. Februar 1931 in Löwenberg in Niederschlesien geboren und nach dem zweiten Weltkrieg aus seiner Heimat vertrieben. Als Geflüchteter lebte er zunächst in Ottobeuren. Dort lernte er auch seine spätere Ehefrau Irene kennen, mit der er seit 60 Jahren verheiratet war. Aus der Ehe gingen zwei Kinder hervor.

Krause, der in seinen fünf Amtszeiten so viel in und für Kaufbeuren bewegt hat, übernahm 1970 die Rathausschlüssel. Zuvor betrieb er in Kaufbeuren eine Anwaltskanzlei. Zu seinen Verdiensten zählen die Einleitung der Stadtsanierung, die Schaffung der Fußgängerzone, der Bau des Gablonzer Hauses und des Klärwerks sowie die Errichtung der beiden Jugendzentren. Besonders in Erinnerung wird immer der Kampf um die Kreisfreiheit der Stadt Kaufbeuren im Jahre 1973 bleiben, die damals auf der Kippe stand. Der Jurist startete eine noch nie da gewesene Bürgerbefragung und konnte die Kreisfreiheit erhalten. Er half außerdem der Hilfsorganisation Humedica in ihren Anfängen und begründete die intensiven Städtepartnerschaften.

Auch nach seinem vorzeitigen Ausscheiden aus dem Amt aus gesundheitlichen Gründen im Jahr 1992 war der Altoberbürgermeister in zahlreichen Vereinen, Institutionen und Ehrenämtern aktiv. Er selbst sah sich stets als „Anwalt der Bürger“ und war auch nach seiner Amtszeit ein verständnisvoller Ansprechpartner für die Bürger.

Zu seinen zahlreichen Auszeichnungen zählen unter anderem das Bundesverdienstkreuz erster Klasse, der Bayerische Verdienstorden sowie der Ehrenring der Stadt Kaufbeuren.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Sicherste Stadt Südbayerns
Kaufbeuren
Sicherste Stadt Südbayerns
Sicherste Stadt Südbayerns
Ohne Alternative
Kaufbeuren
Ohne Alternative
Ohne Alternative
Lebensmittelkette aus Mauerstetten übernimmt Real in Kempten und Pentling
Kaufbeuren
Lebensmittelkette aus Mauerstetten übernimmt Real in Kempten und Pentling
Lebensmittelkette aus Mauerstetten übernimmt Real in Kempten und Pentling
Kaufbeuren: Künftig 500 Euro für Kampfhunde
Kaufbeuren
Kaufbeuren: Künftig 500 Euro für Kampfhunde
Kaufbeuren: Künftig 500 Euro für Kampfhunde

Kommentare