Ein bewegtes Leben

Kaufbeurens Zweiter Bürgermeister Gerhard Bucher veröffentlicht Autobiografie

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Die Arbeit an seiner Autobiografie, die Einblicke in sein bewegtes Leben bietet, hat Bürgermeister Gerhard Bucher viel Freude bereitet.

Kaufbeuren – Spannende und sehr persönliche Einblicke in sein bewegtes Leben gewährt der Zweite Bürgermeister von Kaufbeuren, Gerhard Bucher, in seinem Buch „Ich liebe mein Leben. Gott liebt mich auch“. Die Leser seiner Autobiografie können Bucher als Menschen in all seinen Facetten kennenlernen – das „Feierbiest“ ebenso wie den vielfach engagierten Familienmenschen mit ausgeprägtem Gerechtigkeitssinn – und in Erfahrung bringen, wie es ihm gelang, dem Tod gleich mehrmals von der Schippe zu springen.

Vor etwa vier Jahren hat Bucher angefangen, seine Lebensgeschichte in einem Buch festzuhalten. Darin teilt der langjährige Kaufbeurer Bürgermeister Träume, Freud und Leid sowie bewegende Ereignisse in seinem Leben. Er beschreibt einen steinigen Weg, den er durch persönlichen Ehrgeiz, aber auch mithilfe von Weggefährten, der Familie und reichlich Glück überwinden konnte. Von seiner Geburt 1945 kurz vor Kriegsende in Baisweil bis zur Adoption durch den Landwirt Bucher als Ehemann seiner Mutter in Kemnat nimmt er den Leser mit durch das Auf und Ab seiner persönlichen Lebensgeschichte. Er erzählt von seinem Traum, Lehrer zu werden, der trotz sehr guter Noten nicht in Erfüllung ging, da er als Nachfolger in der Landwirtschaft vorgesehen war. Unter anderem arbeitete Bucher schon als Maurer, Möbel­aufsteller und Tankwart, aber auch als Landwirtschaftsgehilfe in der Funktion eines Milchmessers und Zuchtwart für die Leistungsmessung bei Kühen. Darüber gelang der Sprung in eine Festanstellung beim Landeskuratorium für tierische Veredelung (LKV) in Bayern und schließlich in den gehobenen Dienst.

Der Mensch im Mittelpunkt

Der Einstieg in die Politik erfolgte 1984 als Stadtrat und ab 1996 trat Bucher sein Amt als Zweiter Bürgermeister an. „Ich vertrete immer glaubhaft und ehrlich meine Meinung. Von geheimen Absprachen halte ich nichts – das ist nicht meine Welt. Um eine Sache zu streiten ist gut und richtig, aber bei alldem sollte der Mensch und der Umgang miteinander im Mittelpunkt stehen“, sagt Bucher zu dem Anspruch, den er in seiner politischen Arbeit genauso lebt wie im zwischenmenschlichen Miteinander.

Apropos Einsatz für die Mitmenschen: Insgesamt rund 160 Vorstandsjahre bringt Bucher in seinem ehrenamtlichen Engagement in den verschiedensten Bereichen zusammen. Für seine vielseitigen, besonderen Verdienste im Ehrenamt wurde ihm 2007 sogar das Bundesverdienstkreuz verliehen und bald der Ehrenring der Stadt Kaufbeu­ren (wir berichteten).

Glück in großen Mengen

Aber auch von vielen Schutzengeln ist in dem Buch zu lesen und davon, wie diese in den entscheidendsten Momenten über ihn wachten. Etwa, als bei den Vorbereitungen zu den Burgfestspielen 1994 bei schwerem Gewitter ein Blitz im Römerturm einschlug. Den Blitzeinschlag überlebte Bucher ebenso wie einen Herzinfarkt bei einem Benefiz-Fußballspiel im Jahr 2004. „Diese Erfahrungen haben mich sensibler und emotionaler gemacht“, sagt (Über-)Lebenskünstler Gerhard Bucher.

Welche Message er in seinem Buch transportiert? „Nur durch Kameradschaft und den Rückhalt durch die Familie kann man etwas erreichen“. Natürlich könne auch der ein oder andere Schutzengel an der Seite nicht schaden, der in den widrigsten Umständen eine schützende Hand über einen hält.

Sein Buch gibt es unter anderem im Klosterladen, in der Tourist Info und den Kaufbeurer Buchhandlungen zu kaufen. „Oder bei mir“, fügt Bucher lachend hinzu. „Ich habe immer Exemplare im Auto liegen“.

von Mahi Kola

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