Werben um den Nachwuchs

Jugendliche sind die Zukunft

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Neben Schülern und deren Eltern informierten sich auch einige Asylbewerber bei den Unternehmen.

Kaufbeuren – Qualifizierte Arbeitskräfte werden nach wie vor händeringend gesucht. Deshalb ist das Handwerk und die Industrie mehr denn je an künftigen tüchtigen Auszubildenden interessiert. Auch aus diesem Grund hat vergangene Woche der Kaufbeurer Ausbildungstag im Stadtsaal stattgefunden.

Denn die Wirtschaft könne dauerhaft nur mit bestens ausgebildeten Fachkräften bestehen und so seien die Jugendlichen von heute die erfolgreiche Zukunft der Betriebe von morgen, so die Verantwortlichen der Ausbildungsmesse. Nur attraktive Arbeitsplätze können diese jungen Menschen vor Ort halten und so setzt das Werben um den Nachwuchs schon bei Schülern der 8. und 9. Klassen ein. Den noch Schulpflichtigen werden dabei die Vorzüge von einzelnen Berufsgruppen und Sparten schmackhaft gemacht um die spätere Berufswahl zu erleichtern. 

Bereits zum siebten Mal veranstaltete Bilgi Dikkaya-Kaufmann vom „Institut Bilgi” mit ihrem Team, das aus neun erfahrenen selbständigen Unternehmern und Selbständigen besteht, den Kaufbeurer Ausbildungstag. Insgesamt beteiligten sich heuer 41 Firmen als Aussteller an der Messe, die sehr gut besucht wurde. Und so zeigte sich die Veranstalterin gegenüber dem Kreisboten hinsichtlich Beteiligung und Zuspruch sehr zufrieden. 

Unter dem Motto „klein aber fein” wurde den Jugendlichen, die zum Teil mit ihren Eltern gekommen waren, die Gelegenheit geboten, mit den anwesen- den Firmenvertretern ins Gespräch zu kommen. Denn, wie Bilgi-Dikkaya-Kaufmann betonte, ist ihr und dem gesamten Organisationsteam besonders wichtig, dass die interessierten Schüler persönlich betreut und auf alle Fragen bezüglich Anforderungen und Erwartungshaltung ausführlich und detailliert Antwort erhalten. 

Die Jugendlichen sollen dabei den „richtigen Weg” zu einer erfolgreichen Ausbildung bekommen, denn reine „Bauchentscheidungen” würden, so ein Aussteller, oftmals scheitern. Gerade auf diesem Gebiet wurde den Besuchern wertvolle Hilfestellung geboten und darauf hingewiesen, dass nur eine gezielte Berufsorientierung – was macht mir Spaß, was liegt mir und was befriedigt mich auf Dauer? – den erhofften Erfolg im späteren Berufsleben bringt. 

Erfreulich, dass sich die Veranstalter zu einer überschaubaren und zu keiner „Monstermesse” mit hunderten von Ausstellern entschlossen hatten. Im überschaubaren Rahmen konnten die jungen Besucher sich gezielt einen Überblick verschaffen. Ein Schüler der Germar- inger Mittelschule lobte die Veranstaltung als „äußerst informativ“. 

Er selbst sei zur Zeit hinsichtlich der richtigen Berufswahl noch unschlüssig, habe aber am heutigen Tag den einen oder anderen wertvollen Hinweis bekommen. So werde er sich im Rahmen des sich anschließenden „Schnuppertages” in einem Metallbearbeitungsbetrieb einen weiteren Einblick verschaffen.

Auch die Veranstalter sehen hier in „einem Besuch vor Ort” eine wertvolle Ergänzung, indem sich die Jugendlichen im Betrieb gezielt umsehen und sich so an die gestellten Aufgaben und Arbeiten persönlich herantasten können. 

Insgesamt acht Schulen aus Kaufbeuren und Germaringen beteiligten sich diesmal am Ausbildungs- und am Schnuppertag. Der große Andrang – man konnte unter den Anwesenden auch zahlreiche interessierte junge Flüchtlinge erkennen – unterstrich die Wichtigkeit einer solchen Veranstaltung.

von Klaus-Dieter Körber

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