Mit Hightech in die Zukunft

Kaufbeurer Firma pro-micron spendet hochtechnologisches Messsystem an Berufsschule

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Schule und Wirtschaft Hand in Hand: Hubertus von Zastrow (re.), CEO von pro-micron, bringt den Schülern in der Werkstatt die Technologie von „spike“ näher.

Kaufbeuren – Mit dem intelligenten Werkzeughalter „spike“, den die Berufsschule Kaufbeuren nun von der Kaufbeurer Firma pro-micron erhalten hat, kann der Metallbereich der Berufsschule bestens in die Zukunft starten. Das Hightec-Produkt wird künftig in vielen verschiedenen Bereichen und im Unterricht Einsatz finden.

Der intelligente Werkzeughalter wird in Fräs- und Bohrmaschinen in der Industrieproduktion und beim Werkzeugbau verwendet. Warum „spike“ einen großen Gewinn für die Metallabteilung der Berufsschule darstellt, erklärte Schulleiter Bertram Knitl im Rahmen der Übergabe: „,spike‘ macht Vorgänge sichtbar, die sich sonst im Verborgenen im Werkzeug abspielen und die wir jetzt in Echtzeit beobachten und damit viel besser erklären können. Pädagogisch werden also Dinge verknüpft, die man bisher nur abstrakt oder am Ergebnis erklären konnte, nicht aber während der laufenden Produktion und quasi mit Blick in das Werkzeug hinein “, so Knitl. Außerdem ließe sich das Thema Industrie 4.0 mit dem „spike“ ausgezeichnet bearbeiten, weil das System eine Menge digitaler „Beobachtungsdaten“ erzeuge, die es in einem intelligenten und optimierten Produktionsprozess auszuwerten gelte. In konkreten Anwendungen sei „spike“ für die Ausbildung der Schüler nützlich und wertvoll. „Spike ist ein Baustein und ein Symbol für den Weg, den die berufliche Bildung im Hinblick auf die rasante Entwicklung der industriellen Produktionsverfahren gehen muss“, sagte Knitl mit zuversichtlichem Blick in die Zukunft. Dazu sei der enge Kontakt zu Firmen wie pro-micron, die Zukunftstechnologie produzieren, unabdingbar „denn wir kommen nur weiter, indem wir – Schule, Unternehmen, Politik – hier vor Ort zusammenarbeiten“, so Knitl.

Welche Chancen sich durch neue Technologien eröffnen, beleuchtete Hubertus von Zastrow als CEO von pro-micron. Er ermutigte die Schüler, sich von den Möglichkeiten in diesem spannenden Bereich anstecken zu lassen, um mit den Technologien von morgen „mehr in der Gesellschaft zu bewegen“.

„Hier ist Zukunft Zuhause“, zeigte sich Oberbürgermeister Stefan Bosse in seinen Grußworten vom Potential überzeugt, mithilfe von Spitzentechnologie wie „spike“ Produkte zu entwickeln, „denen die Zukunft gehört“. Wirtschaft und Schule müssten laut OB auf diese Weise Hand in Hand gehen, damit die Schüler vor Ort die besten Bedingungen erhalten.

Im Anschluss daran ging es in die Werkstatt, wo die Schüler und Gäste „spike“ nochmal live in Aktion erleben konnten.

von Mahi Kola

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