Ein respektables Ergebnis

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Die Abordnung der Kaufbeurer Freien Wähler (von links): Hermine Pohl, Alexander Hold, Brigitte Allgayer, Wolfgang Müller, Ingrid Zasche und Bernhard Pohl.

Berlin – Auch eine Abordnung der Freien Wähler Kaufbeuren war anwesend, als der Stadtrat und Fraktionsvorsitzende der Kemptener Freien Wähler Alexander Hold – bundesweit bekannt als Fernsehrichter – die letzte Rede vor der Wahl des 12. Bundespräsidenten an seine Mitstreiter hielt.

Die Freien Wähler Bayern hatten einen Kurztrip nach Berlin organisiert, um ihren Kandidaten für das Amt des Bundespräsidenten am Vorabend der Wahl moralisch zu unterstützen. Rund hundert Gäste – davon über 50 Freie Wähler aus ganz Bayern – waren der Einladung gefolgt. Hold, der bereits den Nachmittag bei eisiger Kälte an einem Infostand auf dem Alexanderplatz verbracht hatte, legte noch einmal den Hauptgrund dar, weshalb er sich als Kandidat zur Verfügung gestellt hatte, obwohl er sich keine echte Chance ausrechnen durfte: Er sei der festen Überzeugung, Demokratie brauche Auswahlmöglichkeiten. Er sei zudem bei seinen Veranstaltungen oft gefragt worden, weshalb das Volk bei dieser Wahl kein Mitspracherecht habe. Eine Schnellumfrage auf dem Alexanderplatz hatte ergeben, dass 95 Prozent der Befragten für eine Direktwahl des Bundespräsidenten plädierten. Beim jetzigen System durch 1260 Wahlmänner, die prozentual der Zusammensetzung nach Parteien in der Bundesversammlung entsprechen, stehe das von CDU und SPD vereinbarte Endergebnis von vorne herein fest.

Da die Freien Wähler nur elf von den 1260 Wahlmännern stellen, waren die 25 Stimmen, die Hold dann am Sonntag bei der Wahl erhielt, ein durchaus respektables Ergebnis.

von Ingrid Zasche

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