Kreativ und raffiniert

Kaufbeurer Künstler Stiftung vergibt Förderpreis 2019 an Eva Ulm

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Gemeinsames Foto mit den jungen Künstlern: Birgit Pfeifer (v. li.) von der Kreis- und Stadtsparkasse Kaufbeuren, Preisträgerin Eva Ulm, die Finalisten Markus Pollinger, Regina Rupp, Lena Mundig, Esther Gleuwitz, Dr. Hannelore Kunz-Ott, Vorstandsmitglied der Kaufbeurer Künstler Stiftung, Norman Weber, stellvertretender Schulleiter der Berufsfachschule für Glas und Schmuck und Christiane Förster, Lehrerin an der Berufsfachschule.

Kaufbeuren – Auf besonders begabte Absolventen der Staatlichen Berufsfachschule für Glas und Schmuck Kaufbeuren-Neugablonz will der Förderpreis der Kaufbeurer Künstler Stiftung aufmerksam machen. Der Preis, der die künstlerischen Fähigkeiten und handwerklichen Fertigkeiten würdigt und den Start in die Selbständigkeit erleichtern soll, wurde vergangenen Freitag zum zweiten Mal in den Räumen der Kreis- und Stadtsparkasse an die diesjährige Preisträgerin Eva Ulm vergeben.

Der Förderpreis, der alle drei Jahre vergeben wird, wurde 2016 zum ersten Mal ausgeschrieben und ist mit insgesamt 3000 Euro dotiert.

Die Stiftung gebe laut Dr. Hannelore Kunz-Ott, Vorstandsmitglied der Kaufbeurer Künstler Stiftung, jungen Künstlern die Chance, ihre Werke zu präsentieren und sie in ihrer Bekanntheit zu unterstützen. In den Räumlichkeiten, die die Sparkasse Kaufbeuren zur Verfügung gestellt hat, sei eine „appetitliche Kammerausstellung“ entstanden, in der noch bis zum 17. Januar 2020 neben den Werken der Preisträgerin auch Arbeiten der anderen vier Finalisten zu sehen sind.

Für Norman Weber als stellvertretender Schulleiter der Berufsfachschule biete der Förderpreis die Möglichkeit, Kontakt zu ehemaligen Schülern zu halten und in Erfahrung zu bringen, wie sich die jungen Menschen entwickelt haben. Die Berufsfachschule habe den Keim gelegt und die Basis für den späteren künstlerischen Weg der Absolventen geschaffen. Als Lehrkraft sei es spannend zu sehen, wie sich in den Werken der Kunstschaffenden ihr Feedback zu aktuellen Fragestellungen und zum Kunstbetrieb spiegelt.

Die in Berlin lebende Preisträgerin Eva Ulm studiert Kunst und Schmuck an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle. Die Jury hat sie durch die kreative Vielfalt ihrer Werke, ihre präzise Arbeit und ihre innovativen Lösungen überzeugt. Diese bestechen laut Urteil der Jury durch ästhetische Raffinesse und Feinsinn für die Verwendung von Materialien. Das Werk „Die weltliche Hausapotheke“ besteht etwa aus Schluckzetteln, Contemplatio-Anhängern und Gedankenbändern. Dem Betrachter zeigt sich so zum Beispiel eine Brosche aus Papier und Stahl oder fragile Gebilde wie in Aluminium gegossene Furnierholzformen als „Halsschmuck“: „Ihr Halsschmuck wirkt auf den ersten Blick experimentell, die einzelnen Teile stehen im Dialog zueinander, ermöglichen Durchblicke und bilden ein Spiel zwischen Linie und Fläche, zwischen exakten Kanten und Ausbrüchen“, so die Jury.

Zur Vernissage kamen Interessierte verschiedenen Alters, um sich die Werke der jungen Künstler anzusehen und in einem offenen Austausch mit den Kunstschaffenden ins Gespräch zu kommen.

von Mahi Kola

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