Jahreshauptversammlung der Freien Wähler

Im Amt bestätigt

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Flankiert von den Gästen Johann Fleschhut (stehend, ganz links) und Manfred Rinderle (stehend, ganz rechts) präsentiert sich der neu gewählte Vorstand der Freien Wähler Kaufbeuren (sitzend, von links): Bernhard Pohl, Wolfgang Müller, Brigitte Allgayer, Ingrid Zasche und Roland Geh. Beisitzer (stehend ab 2. von links): Josef Marz, Christoph Brückl, Susen Knabner, Wolfgang Hawel, Eva Linsner und Alexander Folter. Nicht im Bild: Hans Wiedemann, Katharina Wiedemann.

Kaufbeuren – Der Ortsverband der Freien Wähler (FW) hat bei seiner Jahreshauptversammlung im Café Alpenblick die Mitglieder des Vorstands einstimmig im Amt bestätigt, jedoch zum Teil auf deren Wunsch in getauschten Funktionen.

Vorsitzender bleibt der Kaufbeurer Landtags­abgeordnete Bernhard Pohl, sein Stellvertreter ist wie bisher Wolfgang Müller. Neu zur dritten Vorsitzenden wurde die bisherige Beisitzerin Ingrid Zasche gewählt. Brigitte Allgayer als Schriftführerin und Roland Geh als Schatzmeister komplettieren nach wie vor die Vorstands­crew. Zu Beisitzern berief die Versammlung die bewährten Vorstandsmitglieder Hans Wiedemann, Katharina Wiedemann, Susen Knabner, Alexander Folter und Josef Marz, sowie neu Eva Linsner, Christoph Brückl und Wolfgang Hawel.

Manfred Rinderle, der Kreisvorsitzende der FW Ostallgäu und frühere Seeger Bürgermeister, lobte das gute Zusammenspiel zwischen den FW im Ostallgäu und den FW Kaufbeuren. Man werde die enge Zusammenarbeit künftig noch intensivieren. Bezirksrat Johann Fleschhut verwies darauf, dass es in einer großen Kraftanstrengung gelungen sei, die Kliniken in Kaufbeuren und im Ostallgäu aus den tiefroten Zahlen zu holen und zukunftsfähig zu machen. Besonders am Herzen liege ihm das Bezirksklinikum mit seiner exzellenten medizinischen Kompetenz.

Vorstand Bernhard Pohl ging in seinem Rechenschaftsbericht auf die vielfältigen FW-Aktivitäten vor Ort ein. „Unser Motto lautet: Kaufbeuren gemeinsam mit den Bürgern voran zu bringen.“ Er verwies auf die erfolgreiche Petition zum barrierefreien Bahnhof, die nun auch von einer einstimmigen Resolution des gesamten Kaufbeurer Stadtrats getragen werde. Der Einsatz für ein neues Stadtviertel vom Bahnhof bis zur Altstadt sei ebenfalls richtig gewesen, selbst wenn die erforderlichen Mehrheiten nicht ganz erreicht wurden. „Wenn die Bürger damals geahnt hätten, was jetzt beim Forettle heraus kommt, hätten sie anders abgestimmt. Von einem Elektrofachmarkt ist schon lange nicht mehr die Rede“, meinte der Vorsitzende der FW-Stadtratsfraktion. Die größte sozialpolitische Herausforderung sowohl in Kaufbeuren als auch in ganz Bayern ist für Pohl bezahlbarer Wohnraum für Einheimische und Neubürger. Für die Stadt wünsche er sich nach wie vor ein stärkeres Selbstbewusstsein. Dies sei auch bei der Positionierung in München wichtig. „Wer sich ständig selbst klein redet, muss sich nicht wundern, wenn andere bevorzugt werden. Ich sehe es aber als ein sehr gutes Zeichen, dass die Kaufbeurer Bevölkerung mit so großer Mehrheit hinter der Entscheidung für eine repräsentative Multifunktionsarena steht. Damit können wir auch überregional punkten“, so Pohl.

Wolfgang Müller ging bei seinen Ausführungen auf Firmenbesuche und gesellige Ereignisse ein. Er lobte den Zusammenhalt der FW und stellte fest, dass die Gruppierung in allen Bereichen der Kaufbeurer Gesellschaft gut verankert sei.

Nach den von Stadtrat Richard Drexl souverän geleiteten Wahlen und Berichten der FW-Stadträte aus den Ausschüssen griff Bundestagskandidatin Susen Knabner noch einige wichtige bundespolitische Themen auf. Für sie steht die Förderung des Mittelstandes im Zentrum ihrer politischen Arbeit. „Wir können uns soziale Wohltaten und unseren hohen Lebensstandard nur dann leisten, wenn es der Wirtschaft gut geht und die Steuereinnahmen sprudeln“, so Knabner. Dabei spiele die Steuerpolitik eine wesentliche Rolle. Man dürfe die Menschen nicht mit ständigen schleichenden Steuererhöhungen belasten, sondern sollte sie auch einmal belohnen dafür, dass jedes Jahr mehr Abgaben beim Staat landen. „Eine Steuerentlastung ist überfällig“, so Knabner. Wichtig sei auch die Stärkung der regionalen Infrastruktur. Dabei sprach sie insbesondere die vierspurige B12 und die Elektrifizierung der Bahn an.

Sie schloss mit einem Ausblick auf den Monat Juli. Dann treffen sich die Wirtschaftsjunioren Bayerns (rund 4500 Mitglieder) zu ihrer Landeskonferenz in Kaufbeuren und im Ostallgäu. Susen Knabner, die Landesvorsitzende für das Jahr 2016, fungiert dort als Konferenzdirektorin.

iza/kb

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