Steigende Müllgebühren in Kaufbeuren

Verwaltungsausschuss berät über Abfallentsorgungsgebühren

Gelbe Säcke mit Plastikmüll und Mülltonnen in Kaufbeuren
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Die Kaufbeurer müssen sich ab Januar 2022 auf steigende Müllgebühren einstellen.
  • Mahi Kola
    VonMahi Kola
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Kaufbeuren – Kaufbeurer Bürger müssen ab dem kommenden Jahr mit steigenden Müllgebühren rechnen. Die Neukalkulation der Abfallentsorgungsgebühren war Thema in der jüngsten Sitzung des Finanz- und Verwaltungsausschusses.

Die Gebühren, die die Stadt für die Entsorgung der Abfälle erhebt, hängen von der Anzahl der Grundstücksbewohner und der Größe der zur Verfügung gestellten Tonnen oder Container ab. Dabei wird pro Bewohner ein wöchentliches Abfuhrvolumen von 15 Litern angesetzt; bei Abgabe einer Sparerklärung sind es zehn Liter. Die Grundgebühren basieren hierbei auf den voraussichtlich anfallenden Fixkosten, die Leistungs- und Abfuhrgebühren errechnen sich aus den variablen Kosten. Der Beschluss über die Festsetzung der Gebührensätze erfolgt in der kommenden Stadtratssitzung.

Leistungsgebühren werden steigen

Während die Grundgebühr für die Entsorgung des Hausmülls gleich bleibt, steigt die Leistungsgebühr pro Bewohner monatlich um circa 20 Prozent. Ab 2022 zahlen Nichtsparer (15 Liter pro Woche) 4,50 Euro pro Monat (bisher: 3,75 Euro), Sparer (zehn Liter pro Woche) zahlen drei Euro pro Monat (bisher: 2,50 Euro). Deutlich gestiegen sind die Entsorgungskosten für Bio- und Grünmüll, sowie die Kosten für die thermische Restmüllbehandlung. Gründe für die Erhöhung der Müllgebühren seien die gestiegene Abfallmenge und ein Rückgang bei den Erlösen durch den Verkauf von Wertstoffen. So seien viel mehr Sperrmüll und Altholz angeliefert worden als üblich. Der massive Anstieg der Abfallmenge sei vor allem auf Entrümpelungen während der Pandemie zurückzuführen, wie Oberbürgermeister Stefan Bosse bestätigte.

Appell zur Müllvermeidung

In diesem Zusammenhang richtete der OB auch einen Appell an die Bürger, sparsamer mit Ressourcen umzugehen und auf richtige Mülltrennung zu achten. Wer eine sogenannte Müllsparerklärung abgibt, verpflichtet sich, Abfall zu sparen beziehungsweise sorgfältig zu trennen, um ihm dem Wertstoffkreislauf zuzuführen. Damit könne der Einzelne einen wichtigen Beitrag zur Nachhaltigkeit leisten. Laut Finanzreferent Markus Pferner sind etwa die Hälfte der Bewohner in Kaufbeuren Sparer. „Sparen lohnt sich“, resümierte Bosse, räumte aber auch ein, dass es schwierig sei, die Menschen durch Appelle alleine zum Umdenken zu bewegen.

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