Entsorgung: Stadtrat mehrheitlich für Rückkehr zu ursprünglichen Zeiten

Kaufbeurer Wertstoffhöfe samstags wieder länger offen

Wertstoffhof Kaufbeuren mit Containern
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Die Wertstoffhöfe an der Liegnitzer (Foto) und der Mindelheimer Straße werden samstags wieder länger geöffnet.

Kaufbeuren – Die Kaufbeurer Stadträte haben in ihrer jüngsten Sitzung am Dienstagabend mehrheitlich entschieden, dass die beiden Wertstoffhöfe in der Liegnitzer und der Mindelheimer Straße wieder zu ihren ursprünglichen Samstagsöffnungszeiten zurückkehren. Ab 7. November sind sie wieder von 9 bis 14.30 Uhr geöffnet. Coronabedingt waren die Öffnungszeiten an den Samstagen auf die Zeit von 8.30 bis 13 Uhr reduziert worden.

Die Müllthematik war bereits in der Oktober-Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Mobilität behandelt worden (wir berichteten). Mit den meisten Punkten, die damals diskutiert worden waren, war das Gesamtgremium auch am Dienstag einverstanden, lediglich beim Thema Öffnungszeiten schieden sich die Geister. Die Verwaltung hatte vorgeschlagen, an den verkürzten Zeiten festzuhalten, um zu einem weitgehenden Gleichklang mit den Öffnungszeiten der Umlandgemeinden zu gelangen. Die Befürchtung ist nämlich, dass großzügigere Öffnungszeiten auswärtige Anlieferer dazu animieren könnten, die städtischen Entsorgungseinrichtungen illegalerweise zu nutzen. Im Gegenzug würde, so der Vorschlag, als Ausgleich montags und mittwochs der Wertstoffhof in der Mindelheimer Straße bis 18 Uhr geöffnet. Dafür sprach sich etwa Julia Bosse (Generation KF) aus. Ernst Holy (KI) gefiel es nicht, dass man über die Ortsfremden schimpfe. Catrin Riedl (SPD) lenkte den Blick zurück auf die Kaufbeurer Bürger. Wenn diese samstags am Vormittag in ihren Gärten arbeiteten, sei eine Anlieferung des Grünguts bis 13 Uhr kaum zu schaffen, weshalb die Stadträtin um längere Öffnungszeiten bat. Peter Kempf, Bernadette Glückmann (beide FW) und Bürgermeister Oliver Schill (Grüne) schlossen sich Riedls Aussagen an. 13 Uhr sei zu knapp bemessen und nicht durchführbar. Es handele sich um eine bürgerfreundliche Maßnahme, an den Samstagen länger zu öffnen. Bei der Abstimmung wurde über den Punkt Öffnungszeiten gesondert abgestimmt. Gegen die Stimmen von 14 Räten wurden die längeren Samstagsöffnungszeiten beschlossen.

Kontrolle gefordert

Das generell zu hohe Müllaufkommen an den Wertstoffhöfen führe Ernst Schönhaar (CSU) auf einen „nicht ganz unwesentlichen“ Beitrag der Bürgern des Landkreises zurück. „Die Kontrolle kommt mir zu kurz“, betonte er. Schon nach einer achtwöchigen Kontrolldauer, wie er vorschlug, müsste jeder verstanden haben, dass es nicht erlaubt ist von auswärts Abfälle in Kaufbeuren abzugeben. Seine Forderung nach mehr Kontrolle, beispielsweise des Ausweises wie es in Regensburg gehandhabt werde, sei momentan schwer durchzuführen, erwiderte Christoph Mayer, Leiter der städtischen Abteilung Entsorgung. Angaben seien ad hoc nicht zu überprüfen. Oberbürgermeister Stefan Bosse war der Ansicht, noch bis zur Inbetriebnahme des neuen Wertstoffhofes auf dem Gelände der Kläranlage zu warten, denn dort sei aufgrund der geordneten Zufahrtsregelung eine Eingangskontrolle umzusetzen.

von Martina Staudinger

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