Axel Stein über "Macho Man"

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Sandy Kolbuch traf Schauspieler Axel Stein.

Axel Stein gehört zu den bekanntesten und beliebtesten Schauspielern der deutschen Film- und Fernsehlandschaft. Mit seiner offenen Art und seinem heiteren Humor gewinnt er schnell das Herz der Zuschauer. Kreisboten-Redakteurin Sandy Kolbuch traf den gutgelaunten Axel Stein kürzlich in Berlin und sprach mit ihm über den neuen Streifen „Macho Man“, der ab dem 29. Oktober in die Kinos kommt.

Christof Wahl unterteilt in „Macho Man“ die Männer in zwei Kategorien: Frauenversteher und Machos. Gibt es wirklich nur diese zwei Arten? 

Stein: Natürlich nicht. Das ist im Film sehr vereinfacht dargestellt. Und den Ulli, den ich spiele, würde ich auch nicht unbedingt als Frauenversteher bezeichnen. Ulli hat nach außen hin eine große Klappe, lässt sich aber von seiner Frau unterdrücken. Seine Frau und er sind sich einig, dass beide das tun, was sie sagt. Solange Ulli sich also an sie hält, muss er nichts befürchten. 

Ulli geht den Weg des geringsten Widerstands. Wäre diese Art von Beziehung für Sie denkbar? 

Stein: Wenn man in einer Beziehung ist, ergänzt man sich gegenseitig, lässt dem Partner aber auch genügend Freiräume. Da gibt es Sachen, die man machen kann (schmunzelt) also wenn eine Frau bei mir Wert drauf legen würde, mir morgens die Sachen zurecht zu legen, dann wäre es die falsche Frau. (lacht) Ich entscheide selbst, was ich anziehen will! 

Nach welchen Kriterien wählen Sie ihre Projekte aus? 

Stein: Das Gesamtprojekt muss passen. Die Kollegen müssen stimmen und natürlich auch der Stoff. Bei „Macho Man“ war es so, dass der bereits vor zwei Jahren mit mir in der Hauptrolle produziert werden sollte. Damals lag der Film aber bei einem anderen Verleih und es fehlte Geld für die Produktion. Produzent Marc Conrad ist dem Projekt aber treu geblieben und hat mich gefragt, ob ich auch die kleinere Rolle übernehmen würde. Ich habe sofort zugesagt und gönne Christian

Ulmen die Hauptrolle, weil ich seine Arbeit schätze. 

Wie viel Axel Stein steckt in Ihren Rollen?

Stein: Ein bisschen von der eigenen Persönlichkeit  nimmt man immer in seine Rollen mit rein. Ich beobachte gerne Leute, egal wo ich bin, ob am Flughafen oder anderswo. Ich nehme kleine Dinge wahr und weiß diese dann zu verarbeiten, wie beispielsweise das Telefongespräch in „Macho Man“. 

Von wem lassen Sie sich inspirieren? 

Stein: Die Faszination fürs Schauspiel hat sich so ergeben. Mit vierzehn Jahren kamen die ersten großen Rollen. Constantin Film hat mich für „Hausmeister Krause“ besetzt und sehr gut unterstützt. Ich habe in den letzten Jahren sehr viel Glück gehabt, dass ich all diese Filme machen durfte und weiß das zu schätzen. Film und Motorsport sind meine Leidenschaft. 

Haben Sie eine Traumrolle? 

Stein: Oh ja, da gibt es einiges, was ich gerne ausprobieren möchte. Aber ich habe keine bestimmte Rolle im Kopf. Bei jedem Projekt ist es eine neue Herausforderung eine andere Rolle zu verkörpern. 

Christian Ulmen muss sich im Film als Daniel ziemlich verbiegen, um seine Traumfrau zu erobern. Haben Sie diese Erfahrung auch schon gemacht? 

Stein: Nein, ich halte auch nicht viel davon. Man sollte immer sich selbst gefallen und sich nicht verbiegen müssen, um anderen zu gefallen. Ich hatte mal einen Kumpel, der hat uns Jungs vernachlässigt, weil er mehr mit seiner Freundin unternommen hat. 

Für die Animationsfilme „Bolt – Ein Hund für alle Fälle“, „Sammys Abenteuer“ und „Die Monster Uni“ haben Sie den Figuren Ihre Stimme geliehen. Sind weitere Projekte dieser Art geplant? 

Stein: Bisher nicht. Aber ich hätte Interesse. Es hat mir immer viel Spaß gemacht, auch wenn es eine sehr undankbare Arbeit ist. Man steht in einer Kammer von 2x2 Metern, egal bei welcher Temperatur und sieht kein Tageslicht. Was man da leisten muss, ist extrem. Aber es macht viel Spaß, einer Animationsfigur Leben einhauchen zu dürfen. 

Sprechen Sie mit Ihrem privaten Umfeld über Ihre Arbeit? 

Stein: Manchmal rede ich mit meinen Freunden über meine Projekte, oft aber auch nicht. Meine vier besten Kumpels kenne ich seit 30 Jahren und da sind wir mal froh, wenn wir nicht über die Arbeit reden müssen. 

Wie bereiten Sie sich auf Ihre Rolle vor? 

Stein: Ich lese das fertige Drehbuch und dann treffe ich mich mit den Verantwortlichen. Und wenn man merkt, dass man sich auf der gleichen Ebene befindet, dann gibt es ein erstes Reading, dann die Kostümprobe und man wächst immer mehr zusammen. Manchmal liest sich eine Szene gut, aber beim Spielen merkt man, dass es einfach nicht funktioniert. Und dann muss man schauen, was man verändern muss. Eine gute Mischung aus Vorbereitung und gesunder Improvisation ist das Geheimrezept. 

Was ist für die Zukunft geplant? 

Stein: Nächstes Jahr kommen die Filme „Männertag“ und „Seitenwechsel“ ins Kino. Und dann sind noch einige Projekte geplant. Mal schauen, wann die realisiert werden. Ende nächsten Jahres würde ich auch gerne meinen zweiten Film machen. Es wird eine Komödie werden, bei der die Drehbuchfassung demnächst für die Förderung eingereicht werden wird.

Wie viel Axel Stein steckt in Ihren Rollen? 

Stein:

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