Gute Vorsätze für nächstes Jahr

Kehrtwende nach Bürgerfest: Stadtmarketing nimmt Kritik aus Neugablonz ernst

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Die Organisatoren arbeiten schon jetzt an neuen Ideen für das kommende Neugablonzer Bürgerfest.

Kaufbeuren – Dass das 16. Bürgerfest in Neugablonz am vergangenen Sonntag nicht gerade sehr erfolgreich, sondern vielmehr ein trauriger Flop war, wird sicher niemand bestreiten.

Und verantwortlich dafür war nicht ausschließlich der alles durchdringende kalte Nieselregen. Viele Neugablonzer waren verärgert und frustriert – wegen der Bezeichnung „Kaufbeurer Bürgerfest“, wegen des fehlenden Schirmherrn, wegen des fehlenden Ausweichtermins und wegen der neu eingeführten Standgebühr für Verpflegungsstände von Vereinen. Dass das Wetter nicht mitspielte, kam dann nur noch erschwerend hinzu.

Nun hat das Stadtmarketing eine Pressemitteilung herausgegeben mit einer Art Rechtfertigung und einer Menge an guten Vorsätzen für das nächste Jahr.

Dass viele Aussteller wetterbedingt abgesagt hatten „... war natürlich sehr schade. Insbesondere, da wir uns selbstverständlich für die Bürgerinnen und Bürger sowie alle Beteiligten gutes Wetter gewünscht haben“, sagt Verena Ridder, Geschäftsführerin von Kaufbeuren Tourismus- und Stadtmarketing e.V. (KFTS). Der Stadtmarketing-Vorstand hatte sich jedoch zu Beginn der Planungen aus organisatorischen Gründen gegen einen Ausweichtermin entschieden und sich im Vorfeld für eine Durchführung bei jedem Wetter ausgesprochen. „Eine Absage für das Bürgerfest wäre mit einer Absage des verkaufsoffenen Sonntags einher gegangen“, ergänzt Verena Ridder. „Diese Möglichkeit der Sonntagsöffnung wollten wir dem Einzelhandel in Neugablonz nicht nehmen.“

Nun wird beim Stadtmarketing an neuen Ideen für das kommende Neugablonzer Bürgerfest gearbeitet. „Für das Bürgerfest sind die Vereine, Ehrenamtliche und Bürger von Neugablonz unverzichtbar. Daher schweben uns für das kommende Jahr bereits einige Besonderheiten vor“, lässt Ridder durchblicken. „So möchten wir, dass es nicht nur einen Schirmherrn, sondern gleich eine örtliche Band als ‚Schirmband‘ gibt. Auch wollen wir die ehrenamtliche Präsentation unter ein Motto stellen und deutlich größer planen.“ Darüber hinaus wird die Wieder-Einführung eines Ausweichtermins mit den Beteiligten geprüft. Gemeinnützige Organisationen sollen zudem keine Standgebühren zu tragen haben.

Diesmal wollen die Organisatoren auch ein offenes Ohr für Ideen und Initiativen Interessierter und Engagierter haben, denn am Ende „... ist und bleibt das Neugablonzer Bürgerfest ein Fest der Bürger für die Bürger“, so das Stadtmarketing-Statement.

Vielleicht greifen beim nächsten Bürgerfest-Konzept die Verantwortlichen doch wieder auf die langjährigen, bewährten Erfahrungen von Sylwia Pohl, Vorstandsmitglied von KFTS und Quartiersmanagerin in Neugablonz, zurück.

von Ingrid Zasche

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