Kein Mittelschulverbund

Die Schule in Germaringen wird auch in Zukunft die Bezeichnung „Hauptschule“ beibehalten, Buchloe dagegen will bereits für das Schuljahr 2010/2011 als sogenannte „Mittelschule“ anerkannt werden. Ursprünglich war geplant, dass Germaringen und Buchloe den Wandel zur Mittelschule gemeinsam vollziehen, nun lehnten nach heftigen Diskussionen die Gemeinderäte von Jengen, Pforzen und Rieden im Rahmen einer Schulverbands-Sitzung den Verbund ab.

Man stehe dem Thema „Mittelschule“ nicht grundsätzlich ablehnend gegenüber, erklärte der Jengener Bürgermeister Franz Hauck. Das Problem sei vielmehr, dass es für die Mittelschule momentan weder eine Gesetzesgrundlage noch ein langfristig erprobtes Konzept gebe. „Da soll wieder einmal eine Reform auf die Schnelle durchgedrückt werden“, so Hauck. Man sei bereit, das Thema in Zukunft wieder aufzugreifen, wenn Buchloe erste Erfahrungen mit der neuen Schulform gemacht habe. Zudem sollen die Gesetzesgrundlagen, die die Reform stützen, vom bayerischen Landtag in Kürze beschlossen werden. Aktuell werden könnte das Thema spätestens dann wieder, wenn Buchloe alleine die Voraussetzungen zum Beispiel mindestens 300 Schüler, Ganztagsangebot, Möglichkeit eines mittleren Bildungsabschlusses) irgendwann nicht mehr erfüllen kann. Gerade die Durchführung der sogenannten „M-Zweige“, die zur Mittleren Reife führen, ist für die nächsten Jahre noch fraglich. Schulverbandsvorsitzender und Bürgermeister von Buchloe, Josef Schweinberger (CSU), ist jedoch der festen Überzeugung: „Wir sollten unseren Schülern dieses Prädikat gönnen.“ Auch Schulleiter Christian Schöne ist überzeugt , dass die Umwandlung in die Mittelschule „ein Qualitätssiegel für die Buchloer Schule“ ist. In der Verbandssitzung hatten außerdem die Gemeinderäte von Lamerdingen und Waal für den Verbund gestimmt.

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