Toiletten-Anbau an Leichenhalle erst 2019

Keine Lösung für Pforzener Friedhof

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Der geplante Toiletten-Anbau an die bestehende Leichenhalle soll erst im nächsten Jahr erfolgen.

Pforzen – Zwei Themen beherrschten die jüngste Gemeinderatssitzung in Pforzen. Dabei ging es zunächst um die Aufnahme und Wahl eines Bewerbers in die Vorschlagsliste der Schöffen für die Geschäftsjahre 2019 bis 2023. Weitaus schwieriger gestaltete sich der Punkt Friedhofserweiterung.

Drei Bewerber hatten für das Schöffenamt ihr Interesse bekundet. Da aber nur ein Kandidat pro Gemeinde gemeldet werden darf, musste in geheimer Wahl abgestimmt werden. Torsten Stöckle erhielt bereits im ersten Wahlgang die geforderte Zweidrittelmehrheit der anwesenden Ratsmitglieder und wird somit für die Vorschlagsliste vonseiten der Gemeinde Pforzen gemeldet.

Konnte dieser Tagesordnungspunkt recht zügig abgehandelt werden, entpuppte sich das Thema „Friedhofserweiterung“ als äußerst zähe Angelegenheit. Dabei konnte Bürgermeister Herbert Hofer sein angestrebtes Ziel, einen Beschluss über die Ausschreibungen zur Verlegung der Sportanlagen (Hartplatz und neue Tartanbahn) im Zuge der Friedhofserweiterung sowie den Anbau einer Toilette an die bestehende Leichenhalle inklusive Sanierung der nordwestlichen Friedhofsmauer, nicht erreichen.

Die Gemeinderäte Andreas Schafnitzel und Jochen Bauer erklärten übereinstimmend, dass Planung und Ausschreibung ihrer Meinung nach nicht ausgereift seien. Diese müssten im Detail genauer sein und könnten nicht so „auf die Schnelle“ abgehandelt werden. Die vorgesehene Toilette ist viel zu eng und für Gehbehinderte mit Rollator ungeeignet. Auch die Höhe der jetzigen Friedhofsmauer sei unmöglich und mit einer „Klagemauer“ vergleichbar. Hier müsse auf jeden Fall bei der bestehenden Mauer die Höhe entsprechend reduziert werden. Auch die vorgesehenen Treppenaufgänge, welche die Areale miteinander verbinden sollen, seien unzweckmäßig. Auch müsse man sich Gedanken darüber machen, wo die neu anzulegende Tartanbahn hinkommen soll.

Josef Freuding erklärte im Verlauf der lebhaften Debatte, dass man auf jeden Fall eine kostengünstige und auch zweckmäßige Lösung anstreben müsse, wobei die einzelnen Schritte jeweils von Fall zu Fall abzuarbeiten seien. Die Räte einigten sich schließlich, dass die Erweiterung des Friedhofs dem bestehenden Niveau nicht angepasst wird. Vom augenblicklichen Hartplatz soll ein verbleibender Rest für Parkplätze zumindest für eine gewisse Zeit erhalten bleiben. Hinsichtlich Toilettenanbau an die Leichenhalle will die Gemeinde erst im nächsten Jahr aktiv werden und eine eigene Planung vornehmen.

Einig war sich das Gremium auch, wie von Freuding vorgeschlagen, in Kürze einen Orts­termin in Absprache mit dem Bauhof wahrzunehmen, um sich an Ort und Stelle einen genaueren Überblick über die vorhandenen Möglichkeiten zu verschaffen.

von Klaus-Dieter Körber

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