Keine Nettoneuverschuldung

Runde 600.000 Euro sind für den Weiterbau der Bahnhofstraße eingeplant. Von den ursprünglich geplanten 750.000 Euro konnte man abrücken, da voraussichtlich nicht alle Maßnahmen 2011 abgeschlossen werden können. Foto: Bauer

Halbwegs in trockenen Tüchern ist der Haushalt für das Jahr 2011 der Stadt Marktoberdorf. Eine entsprechende Empfehlung verfasste der Hauptverwaltungs-, Personal und Finanzausschuss in seiner jüngsten Sitzung. Mit einem Gesamtvolumen von 42 Millionen Euro fällt der Haushaltsansatz nur geringfügig niedriger aus als der des Vorjahres. Besonders positiv ist die Tatsache, dass die im Entwurf geplante Nettoneuverschul- dung in Höhe von 360.000 Euro auf Null gedrückt werden konnte.

Konzentriert mussten sich die Ausschussmitglieder in ihrer Sitzung durch einen dicken Aktenordner kämpfen, dabei nahmen sie Position für Position des Haushaltsentwurfes unter die Lupe. Im Verwaltungshaushalt, der 32 Millionen Euro umfasst, liegen die dicken Brocken im Bereich der sozialen Sicherheit (3,6 Millionen Euro) und mehr noch bei der Kreisumlage, die mit 10,5 Millionen Euro einen Höchststand erreicht hat. Verursacht hat diese Steigerung die hohe Umlagekraft der Stadt und natürlich die Erhöhung der Kreisumlage um 1,5 Prozentpunkte (wir berichteten). Der Einzelplan soziale Sicherheit wird im wesentlichen durch die Ausgaben für Kinderbetreuungseinrichtungen dominiert. Allerdings, so betonte Bürgermeister Werner Himmer, stehe man hier mit einer Deckungsquote von 50 Prozent sehr gut da. Ulrike Wieser (SPD) hob an dieser Stelle einen kaum öffentlich wahrgenommen Aspekt besonders hervor, nämlich die seit 2004 bestehende Ferienbetreuung. Neben den Ausgaben hatten die Räte dabei auch die Einnahmeseite fest im Blick. So wurden moderate Erhöhungen der Eintrittspreise für Modeon und Hallenbad diskutiert. Es sei schließlich auch viel investiert worden, meinten die Räte. Die Entscheidung hierzu wurde allerdings in den Kulturausschuss verwiesen. Besonders im Hallenbad haben sich die Investitionskosten ausgezahlt. So konnten 2,4 Millionen Kilowattstunden eingespart werden, was einer Senkung des Energiebedarfs um 20 Prozent entspricht. Etwa zehn Millionen Euro umfasst der Vermögenshaushalt, wobei auf die Habenseite dieses Teilhaushaltes eine Zuführung in Höhe von 2,4 Millionen Euro aus dem Verwaltungshaushalt erfolgt. In diesem Teil werden unter anderem die Investitionen für das Bau-, und Wohnungswesen und den Verkehr verbucht. Mit Ausgaben von fast vier Millionen Euro ist dies der größte Posten. Zur Tilgung von Darlehen müssen etwa 1,6 Millionen Euro aufgewandt werden. Mit Blick auf die Nettoneuverschuldung wurden beim Bau und Unterhalt der Gemeindestraßen (2,8 Mio Euro) der Rotstift angesetzt. So wurden beispielsweise die Maßnahmen für die Poststraße und den Birkenweg zunächst zurückgestellt und für den Weiterbau der Bahnhofstraße nicht 750.000 sondern nur 600.000 Euro eingestellt.

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