Keine Punkte für die SVK

Guiseppe Dellaira von der SVK freut sich über seinen Anschlusstreffer zum 2:3 gegen Illertissen.

Die SpVgg Kaufbeuren hat gekämpft, gerackert und sich bis zum Schluss verausgabt: doch der Sieg geht knapp an den FV Illertissen II. Die Gäste gewannen bei der SVK am Ende mit 3:2 und bewiesen damit einmal mehr ihre Auswärtsstärke in der Fußball Landesliga-Südwest.

Mit einem Paukenschlag begann Kaufbeuren das Spiel. Nicht einmal eine Minute war gespielt, als Alexander Weber das 1:0 erzielte. Doch Kaufbeuren konnte das Ergebnis nicht ausbauen, stattdessen musste die Heimelf in der 13. und 28. Minute durch Lukas Schneele und Dominik Trautmann die Gegentreffer hinnehmen. Zwischenzeitlich musste auch verletzungsbedingt Mathias Franke aus dem Spiel genommen werden. Für ihn kam Christian Sontheimer, der schon am Tag zuvor bei der U23-Truppe drei Tore erzielte. Auch diesmal kämpfte er unermüdlich und erarbeitete sich auch einige Möglichkeiten. Doch nach der Pause gelang erneut Dominik Trautmann ein Treffer zur 3:1-Führung der Illertisser (51.). Keine drei Minuten später war Guiseppe Dellaira zu Stelle, der nach einem mustergültigen Querpass von Alexander Weber das 2:3 erzielte. Fortan berannte Kaufbeuren den gegnerischen Strafraum, doch wurde die SVK nicht einmal mit einem Punkt belohnt. Für SVK-Coach Dragan Lasic war es aus Sicht seiner Mannschaft eine verdiente Niederlage. „Wir haben im ersten Durchgang zu viele Fehler gemacht. Ich bin leider sehr verärgert“, muss für den 42-Jäh- rigen jetzt was passieren. Mit nur zwölf Punkten stehen die Wertachstädter derzeit auf einem Relegationsplatz. Einen mageren Zähler sind die Kaufbeurer von den Abstiegsrängen entfernt, die momentan noch Ottobeuren (16.), Manching (17.) und Königsbrunn (18.) einnehmen. Schlag ins Gesicht Die beiden Niederlagen gegen Ottobeuren (1:4) und nun gegen Illertissen sind für die SVK wie ein Schlag ins Gesicht. „Die Enttäuschung ist natürlich sehr groß. Wir haben viel für den zweiten Durchgang getan. Hier hat jeder gekämpft. Wie es halt so ist, wenn du in der Krise steckst, hast du kein Glück und das Pech kommt noch dazu“, ist auch der Mannschaftskapitän Benjamin Kleiner etwas ratlos. Denn Chancen hatten die Kaufbeurer zur Genüge. „Uns fehlt weiterhin die letzte Konsequenz, der letzte entscheidende Pass“, so Mathias Franke. Der Abwehrspieler musste bereits früh wegen einer Innenbanddehnung am Knie aus dem Spiel genommen werden. „Ich hoffe, dass es nichts schlimmeres ist“, will er gerade in dieser schweren Zeit seine Mannschaft unterstützen. Derweil geht die Frage nach dem Warum auch für Kleiner weiter. Laut dem 26-Jährigen habe Kaufbeuren klasse Spieler und tolle Individualisten, „doch reicht es nur für eine Halbzeit, nicht für ein ganzes Spiel“. Bereits am kommenden Samstag kann sich Kaufbeuren beim großen Familientag der Fußball-Akademie erneut vor heimischen Publikum beweisen. Dann gibt der Tabellenvierte aus Pipinsried seine Visitenkarte im Parkstadion ab. Ausrutscher bei Frauen Nach drei Spielen ohne Niederlage hat das Bayernliga-Team der SVK beim FC Karsbach eine 3:5-Niederlage kassiert. Dabei ging die SVK bei den Unterfranken in der 7. und 18. Minute durch die Tore von Melanie Seidler mit 2:0 in Führung. Nicht aus dem Konzept brachte der zwischenzeitliche 1:2-Anschlusstreffer der Gastgeberin die SVK. Erneut war es Melanie Seidler, die in der 22. Minute auf 3:1 erhöhte. Doch ein Weitschusstor brachte Karsbach kurz vor der Pause wieder zurück ins Spiel. Danach wirkte die SVK verunsichert und zeigte sich überhaupt nicht mehr konsequent genug, sodass am Ende Kaufbeuren mit leeren Händen dastand. „Wir waren heute zu naiv und haben dumme Fehler gemacht“, sieht Coach Martin Prediger noch jede Menge Arbeit vor sich. Obwohl Kaufbeuren in der Fremde führte, liefen sie phasenweise ins offene Messer. Bereits am Samstag (29. September) können die Bayernliga-Frauen im Heimspiel gegen den VfB Straubing in die Erfolgsspur zurückkehren. Anstoß ist um 17.30 Uhr. In der Tabelle ist die SVK nun Zweiter, hinter Liga-Neuling Ingolstadt.

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