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Antrag der Kaufbeurer Initiative zur Unterstützung von Sportvereinen abgelehnt

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Ein Mädchen balanciert in einer Turnhalle auf einem Schwebebalken.
Symbolfoto © Pedersen/DPA

Kaufbeuren – Alexander Uhrle von der Kaufbeurer Initiative hatte in der jüngsten Sitzung des Schul-, Kultur- und Sport­ausschusses beantragt, Sportvereine mittels eines „Sportgutscheines“ zu unterstützen. Mit diesem Gutschein sollen beispielsweise Neumitgliedschaften oder ähnliche Gebühren bezahlt werden können. Die Höhe des Gutscheins soll auf rund 50 Euro und die Anzahl der Gutscheine auf beispielhafte 1.000 Stück begrenzt sein. Die Gutscheine sollten außerdem eine beschränkte Geltungsdauer besitzen.

Die Verwaltung nahm dazu folgendermaßen Stellung: Bei der beantragten Maßnahme handelt es sich um eine freiwillige Aufgabe der Stadt Kaufbeuren. Eine Bewilligung des Antrags würde im Jahr 2022 zu Kosten von 50.000 Euro führen. Angesichts der schwierigen finanziellen Rahmenbedingungen war es seit Anfang 2020 das Ziel des Stadtrates, zwar die bestehenden freiwilligen Leistungen zu erhalten, sie jedoch nicht auszuweiten. Daher sind derzeit im Haushaltsplan-Entwurf keine Mittel eingeplant.

Zudem gibt es bereits ein Förderprogramm von der Bayerischen Staatsregierung, mit dem ein Zuschuss von 30 Euro für jedes Grundschulkind bei einem Neueintritt in einen Sportverein gewährt wird. Und im Rahmen des Bildungs- und Teilhabepakets erhalten Bezieher von entsprechenden Leistungen bis zum 18. Lebensjahr für die Teilhabe am sozialen und kulturellen Leben eine Pauschale in Höhe von monatlich 15 Euro. Damit sollen Aktivitäten in den Bereichen Sport, Spiel, Kultur und Geselligkeit, Unterricht in künstlerischen Fächern (beispielsweise Musikunterricht) und vergleichbare angeleitete Aktivitäten der kulturellen Bildung (wie der Kulturwerkstatt) und Freizeit ermöglicht werden.

Das Angebot von Sportgutscheinen würde nur für Kaufbeurer Bürger und Kaufbeurer Sportvereine gelten. Das Umland und andere Sportvereine würden leer ausgehen. Diese Ungleichbehandlung wurde in allen Wortmeldungen (mit Ausnahme des Antragstellers) kritisiert. In der zweiteiligen Abstimmung wurde mit einer Gegenstimme abgelehnt, den Antrag in die Haushaltsberatung für 2022 aufzunehmen. Mit zwei Gegenstimmen wurden die Sportgutscheine insgesamt abgelehnt.

Ingrid Zasche

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