Rheumazentrum wird eröffnet – Neue Chefärzte stellen sich vor

Buchloer Klinik kommt in Schwung

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Die St. Josef-Klinik in Buchloe mit neue Leitung: Vorstand Dr. Philipp Ostwald (v. links), Klinikleiter Ralf Kratel, Ärztlicher Direktor und Chefarzt Anästhesie Dr. Rudi Wörmann, Chefarzt Dr. Stefan Härtel, Chefarzt Dr. Peter Meyer und Chefarzt Dr. Artur Schleich.

Buchloe – Es ist noch nicht lange her, da sorgten sich nicht nur die Stadtoberen in Buchloe um den Erhalt ihrer Klinik. Doch dann fiel die Entscheidung: Buchloe bleibt im Kommunalunternehmen (KU). Nun greifen die ersten Maßnahmen in Richtung "schwarze Zahlen".

Bekanntermaßen war der gesamte Krankenhausverbund der Kliniken Ostallgäu-Kaufbeuren, zu der auch die St. Josef Klinik gehört, wegen der roten Zahlen in die Schlagzeilen geraten. Auch das Haus in Buchloe schien von der Schließung bedroht. Im April dieses Jahres fiel dann die Entscheidung (wir berichteten mehrfach): Die Häuser in Marktoberdorf und Obergünzburg werden geschlossen, das Krankenhaus an der Gennach in der Peter-Dörfler-Straße in Buchle bleibt erhalten. Eine neue Leitung in einzelnen Abteilungen in Buchloe soll nun für eine sichere Zukunft sorgen. Dieses ehrgeizige Ziel hat sich der neue Vorstandchef des Klinik-Verbundes, Dr. Philipp Ostwald, gestellt. In einigen Jahren, so hofft Ostwald, kann der Verbund durch neue Strukturen eine „schwarze Null“ in der Bilanz ausweisen. 

Denn im Unterschied zu manchen Fernsehserien ist Ostwald nicht nur Verwaltungsfachmann sondern auch Arzt und weiß, wovon er spricht. Dr. Philipp Ostwald und sein neues Team in Buchloe haben noch einiges vor. Sein Rezept für die Zukunft: Gezielter Ausbau der medizinischen Leistungen. Neue Chefärzte, neue Oberärzte, mehr Assistenzärzte und mehr Pflegepersonal werden in Kombination mit modernster Technik dafür sorgen, dass die Patienten im nördlichen Landkreis moderne Medizin auf höchstem Niveau erhalten. 

Sehr viel verspricht sich Ostwald von der komplett neuen Fachabteilung Rheumatologie in Buchloe. Den Einzugsbereich für diese Fachabteilung schätzt er auf rund einhundert Kilometer, denn bisher mussten Menschen, die an dieser Krankheit leiden, zur stationären Behandlung in die Fachabteilungen von Krankenhäusern in München, Augsburg oder Ulm gebracht werden. Für dieses Zentrum hat der Verbund mit Dr. Artur Schleich einen Fachmann als Chefarzt verpflichtet, der sich seit mehr als 30 Jahren mit dieser Volkskrankheit beschäftigt. Schleich ist ab sofort Herr über zehn Betten in der neuen Fachabteilung. Damit ist die Voraussetzung geschaffen, dass Patienten mit akut auftretenden Rheumaschüben oder schwer verlaufenden Erkrankungen sofort stationär in Buchloe behandelt werden können. Zusammen mit der ambulanten Behandlungsmöglichkeit entsteht so in der Stadt ein neues Rheumazentrum. Der Rheumaspezialist rechnet im Jahr mit 500 Patienten, die stationär behandelt werden müssen. 

Auch die Chirurgie hat einen neuen Chefarzt. Dr. Stefan Härtel gilt als Spezialist für Viszeralchirurgie, also Bauchchirurgie. Des Weiteren gehören Operationen bei Bauchwand- und Narbenbrüchen zum Spektrum der Buchloer Chirurgie. Härtel betonte, dass er auf minimalinversive Eingriffe ("Schlüssellochchirurgie") setze. Die wichtigste Botschaft sei jedoch, dass die Klinik ab sofort wieder für die Notfallversorgung zur Verfügung stehe. „Ob Unfall oder Blinddarmdurchbruch, wir operieren im Notfall auch nachts“, sagte Härtel. 

Die „Innere Medizin“ wird von Dr. Peter Meyer geleitet. Als zertifizierter Kooperationspartner des Darmzentrums Kaufbeuren ist er Spezialist für diese heimtückische Krankheit. Er ist mit seinen Kollegen im Darmzentrum sehr gut vernetzt, was für den Patienten bedeutet, dass er durch ein Team von Experten fachübergreifend behandelt werden kann. Natürlich bietet die St. Josef-Klinik mit ihren insgesamt 120 Betten und rund 170 Beschäftigten, davon 25 Ärzten, die Grundversorgung rund um die Uhr, genauso wie die Klinik des Verbundes in Füssen. Für diese Grundversorgung wurde in Buchloe eigens ein dritter Operationssaal eingerichtet. 

 Das Haus in Kaufbeuren mit 400 Betten wird als Schwerpunktversorgungs-Klinik definiert. Das bedeutet, dass es „dort mehr Abteilungen gibt“, sagte Vorstand Dr. Philipp Ostwald gegenüber dem Kreisboten. Er setzt auf die Synergieeffekte, die ein Klinikverbund biete. Dabei geht es nicht nur um gemeinsamen Einkauf. Viel wichtiger sei die gesammelte medizinische Kompetenz, die der Klinikverbund biete. Ostwald freut sich, dass die Klinik den niedergelassenen Ärzten in Buchloe und in der Region weiterhin ein kompetenter Partner und Ansprechpartner sei. von cs

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