Speisesaal-Anbau geplant

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Große Fenster erhellen den geplanten Speisesaal, auf der linken Seite führt ein separater Gang in den Garten und dient als Notausgang. Das Dach ist als Flachdach oder leicht geneigtes Pultdach angedacht und steht zur Beschattung der Fenster etwas über. Eine Begrünung des Daches ist derzeit nicht geplant. Auch die Gestaltung der Fassade ist noch offen.

Obergünzburg – Um die Mittagsverpflegung von rund 40 Kindern im Kindergarten „Kleine Strolche“ besser organisieren zu können, plant die Marktgemeinde Obergünzburg den Anbau eines Speisesaals mit einer kleinen Küche. Das Bauunternehmen Beck stellte in der jüngsten Sitzung des Marktrates ein erstes Baukonzept vor.

Als Ausgangssituation fasste Obergünzburgs Bürgermeister Lars Leveringhaus nochmals die Eckpunkte für den geplanten Anbau eines Speisesaales für den Kindergarten „Kleine Strolche“ zusammen. Derzeit befinden sich im Kindergarten vier Standard-Kindergruppen und eine Kinderkrippengruppe. Es werde auch Ganztagsbetreuung angeboten. Momentan nähmen dabei etwa 40 Kinder am Mittagessen teil, müssten aber aus Platzmangel in mehreren Schichten und in den Spielräumen essen. Man wolle eine barrierefreie Möglichkeit schaffen, die Kinder unter guten Bedingungen zu verpflegen, so der Bürgermeister.

Herbert Beck vom Bauunternehmen Beck stellte unter den vorgestellten Rahmenbedingungen ein Baukonzept vor und zeigte erste Entwürfe, die auf Vorstellungen der momentanen Kindergartenleitung Rücksicht nahmen. An der Gartensüdseite stehe entsprechender Platz zur Verfügung und der neue Raum lasse sich gut in das Bestehende Gebäude einfügen. Der vorgestellte Entwurf sieht einen Raum mit etwa 50 Essplätzen (maximal 60) und eine kleine Küche, ähnlich wie in der Schule vor. Direkt daneben führt ein abgetrennter Gang hinaus zum Garten. Er solle auch als Notausgang für das Gebäude vorgesehen werden. Hier böte sich ein gefliester Boden an, warfen verschiedene Markträte ein. Aus hygienischen Gründen sei der Gang aber abgetrennt vom Speisesaal geplant. Es sollen hochwertige Fenster verwendet werden, die Decke solle etwa 1,20 Meter über diese hinausreichen, um den Fenstern als Witterungsschutz und im Sommer zur Beschattung zu dienen. Die Schallschutzdecke solle als Rasterdecke mit LED-Beleuchtung ausgeführt werden.

Über die Anlage des Daches und die Fassadengestaltung entwickelte sich dann aber eine rege Diskussion.

Bisher sei das Zwischengebäude des Kindergartens lediglich mit einem Flachdach ausgestattet. In der Sitzung wurden nun Forderungen nach einem Giebel- oder Walmdach laut. Da allerdings in den rechts und links daneben anliegenden höheren Gebäuden deren Fenster relativ niedrig lägen, ergab die Diskussion, dass lediglich ein Flach- oder ein schwach geneigtes Pultdach in Betracht käme, um diesen Fenstern dann nicht die Helligkeit zu nehmen.

Auch über die Fassadengestaltung war man sich uneins. Da der Entwurf noch sehr am Anfang stehe, wollten die Ratsmitglieder die Frage der Fassade zurückstellen und auch von den verfügbaren Mitteln abhängig machen. Derzeit seien im Budget für 2017 Mittel von 300.000 Euro eingeplant und weitere Restbaukosten von 30.000 Euro für 2018. Leveringhaus konnte in der öffentlichen Sitzung beruhigen: „Die derzeitige Planung liegt innerhalb dieses Budgets“.

von Wolfgang Krusche

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