Kindergarten an der Grünwalder Straße in Kaufbeuren wird erneuert

Neue Heimat für den Nachwuchs

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Der Kindergarten an der Grünwalder Straße in Neugablonz ist in die Jahre gekommen und muss erneuert werden.

Kaufbeuren – Die Stadt will ihr Angebot an Kinderbetreuungsplätzen weiter aufstocken. Die steigende Nachfrage in Neugablonz führt dazu, dass die bisher bestehende Einrichtung an der Grünwalder Straße mit 100 Plätzen völlig ausgebucht ist und unter Platzmangel leidet. Zudem fehlen unter anderem ein Elternwarte- und Personalraum.

Da eine Sanierung des Bestands nicht wirtschaftlich ist, hat der Bauausschuss einem Neubau mit derzeit grob geschätzten Kosten in Höhe von vier Millionen Euro seine einstimmige Empfehlung erteilt. Der Stadtrat stimmte am Dienstag zu.

Der ursprünglich 1951 erbaute Kindergarten war 1966 erweitert und 1987 umgebaut sowie 1992 um einen Pavillonanbau ergänzt worden. Vor genau einem Jahr hatte der Stadtrat die Bedarfsnotwendigkeit für 160 Plätze an der Kindertageseinrichtung anerkannt. In der neuen Einrichtung sollen neben den bisher bestehenden vier Kindergartengruppen weitere drei Krippengruppen für Kinder unter drei Jahren mit insgesamt 30 Plätzen entstehen. Zusätzlich werden dann 30 Plätze für Schulkinderbetreuung angesiedelt werden, davon 15 als Schulkindergarten. Der Raumbedarf liegt bei 930 Quadratmeter, zuzüglich Sanitär-, Technik- und Verkehrsflächen.

Planungswettbewerb

Eine Förderung durch das 4. Investitionsprogramm für Kinderbetreuungsausbau ist möglich und müsste bis spätestens August 2018 gestellt werden. Die Maßnahme selbst muss bis Juni 2022 abgeschlossen sein, wie Christian Mandl von der Abteilung Hochbau erläuterte. Der Grundstückszuschnitt mit seinem erhaltenswerten Baubestand im Süden lässt nur eine zweigeschossige Bauweise für die insgesamt neun Gruppen zu. Da es sich dabei um eine laut Verwaltung komplexe Planungsaufgabe handelt, schlägt diese einen begrenzt offenen Planungswettbewerb nach der Richtlinie für Planungswettbewerbe (RPW) mit maximal 20 Teilnehmern vor, um unter mehreren Entwürfen auswählen zu können. Der Vorteil dieses Verfahrens besteht darin, dass auch ortsansässige Büros zur Teilnahme eingeladen werden können, was bei den Regeln nach der reinen Vergabeverordnung (VgV) für öffentliche Aufträge nicht möglich ist. Dr. Thomas Jahn (CSU) unterstützte den Planungswettbewerb und wünschte sich einen flexibel gestalteten Auslobungstext, um gegebenenfalls durch Bestandserhalt die Kosten für einen Neubau zu minimieren.

von Wolfgang Becker

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