In Buchloe fehlen schon wieder Betreuungsplätze

Es wird schon wieder eng

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Es soll eine Notlösung für ein Jahr werden. An der Buchloer Schrannenstraße werden die Kindergartencontainer wieder in Betrieb genommen. Erst mit der Fertigstellung der neuen „Kita Süd“ soll sich Lage bei den Betreuungsplätzen wieder entspannen.

Buchloe – Die Stadt kommt mit der Schaffung von Kindergarten- und Krippenplätzen kaum hinterher. Kämmerer Dieter Streit berichtete in der jüngsten Stadtratssitzung, dass die Anmeldungen für das Betreuungsjahr 2017/2018 vorliegen würden. Ergebnis: Es fehlen schon wieder Betreuungsplätze. Somit sei es erforderlich, betonte Streit, zum September die Container am Schrannenplatz vorübergehend für ein Jahr noch einmal in Betrieb zu nehmen. Danach sei die neue „Kita Süd“ fertig.

Streit betonte, die Inbetriebnahme der Containeranlage sei nur zu Beginn des Kindergartenjahres möglich, außerdem müsse das erforderliche Personal angestellt werden. Dies sei unterjährig nicht möglich. Notwendige Einrichtungsgegenstände in der Größenordnung von 65.000 Euro sollen später in die neue Kita überführt werden.

Die Containeranlage am Schrannenplatz wird zunächst als Außenstelle des Franziskus-Kindergartens geführt werden und gilt als Vorläufer der neuen Kita Süd. Mit der Fertigstellung des Neubaus soll der Franziskus-Kindergarten geschlossen und das Gebäude in der Ludwigstraße aus dem Jahr 1898 abgerissen werden. Eine Sanierung hatte sich als unwirtschaftlich erwiesen. Allerdings gilt weiter die Überlegung, das Grundstück nicht zu verkaufen oder anderweitig zu bebauen. Bürgermeister Josef Schweinberger hatte zu einem früheren Zeitpunkt erklärt, es sei ein Reservegrundstück für einen eventuellen zukünftigen Bedarf an Kindergärten.

Wie die Entwicklung nun zeigt, muss man in Buchloe mit einem weiter steigenden Bedarf an Betreuungsplätzen rechnen. Die Stadt ist weiterhin ein begehrter Wohnort im weiteren Umfeld von München, nicht zuletzt wegen der guten Anbindung an das öffentliche Nahverkehrsnetz und der Nähe zur Autobahn. Darüber hinaus hat die Stadt neue Baugebiete in Planung. Auch die Verdichtung in den Wohngebieten der Innenstadt wird zu einem weiteren Wachstum führen (wir berichteten).

Streit informierte, dass in den Kindergartencontainern 17 Krippenplätze und 35 Kindergartenplätze geschaffen werden. Allerdings lägen jetzt schon 17 unterjährige Nachmeldungen für die Krippe und fünf unterjährige Nachmeldungen für die Kindergartengruppe vor.

Nach Inbetriebnahme der Containeranlage sollen durchschnittlich circa zwei freie Plätze je Regelgruppe einrichtungsübergreifend in allen bestehenden Kindergärten- und Krippengruppen im Stadtgebiet freigehalten werden. Diese freien Plätze sind für Zuzüge innerhalb des Kindergartenjahres vorgesehen. Die Kita in Lindenberg ist allerdings aufgrund des Bedarfes der Lindenberger Familien schon voll belegt.

Buchloe sieht sich gegenwärtig auch nicht in der Lage, Kindern aus anderen Gemeinden Betreuungsplätze zur Verfügung zu stellen. Dies gilt sowohl für die kommunalen Kindergärten wie auch für die Kindergärten mit kirchlicher Trägerschaft. Soweit allerdings „Gastkinder“ mit integrativem Betreuungsbedarf bereits im Kindergartenjahr 2016/2017 betreut wurden, erhalten diese Kinder ein Bleiberecht bis zu ihrer Einschulung.

Der Stadtrat stimmte dem Antrag der Verwaltung auf Inbetriebnahme der Container-Kita und der Aufnahmesperre für Kinder aus anderen Gemeinden einstimmig zu.

von Siegfried Spörer

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