Papageno im Wunderland

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König Novello ermahnt seine Tochter Rosa, nicht ihre gute Erziehung zu vergessen.

Kaufbeuren – Am Freitag haben wieder alle Kaufbeurer Schüler der zweiten Grundschulklassen mit ihren Lehrern die „KinderKlassik im Stadttheater“ besucht. Die „Kinderoper Papageno“ aus Wien gastierte diesmal mit dem Opernmärchen „Papageno im Wunderland“.

Das Stück umfasst durch eine Rahmenhandlung verknüpfte bekannte Arien aus mehreren Opern: Der königliche Vogelfänger Papageno ist unsterblich in Prinzessin Rosa, die Tochter des guten Königs Novello, verliebt und sein Freund Giardino will ihm helfen, die Angebetete zu erringen. Da aber Verucca, die böse Schwester des Königs, selbst nach dem Thron strebt, hat sie dafür gesorgt, dass Rosa nur einen Bewerber heiraten darf, der drei „unlösbare Fragen“ beantwortet.

Dank kindgerechter Handlungselemente und lustiger Prosa-Szenen sowie einer Länge von nur circa 60 Minuten ist das Stück für Kinder bestens „verdaulich“. „Papageno“ Thomas Althammer singt nicht nur, er fungiert auch als Erzähler, erklärt das Phänomen Oper und stellt die unterschiedlichen Stimmlagen vor. Darüber hinaus bezieht er die kleinen Schüler aktiv in die Handlung mit ein, lässt sie akustisch ein Gewitter produzieren oder die Glückssymbole erläutern. Diese Symbole dürfen drei vorher mit Umhängen eingekleidete Kinder auf die Bühne bringen und sogar einen kurzen Text dazu sprechen (was die drei Auserwählten mit Bravour erledigten). Schließlich hilft das junge Publikum durch lautstarke Zurufe bei der Beantwortung der „unlösbaren“ Fragen und sorgt so für das Happy End.

Drei Glücksboten aus dem Publikum bringen Papageno Symbole, die ihm bei der Beantwortung der „unlösbaren Fragen“ helfen sollen.

Seit 2014 bringt das Projekt „Kinderklassik im Stadttheater“, zu dem sich die Kaufbeu­rer Bürgerstiftung, die Kulturwerkstatt und die Ludwig Hahn Sing- und Musikschule zusammengeschlossen haben, einmal pro Jahr ein Stück ins Stadttheater, das den Kindern frühzeitig Freude an symphonischer oder Opernmusik vermitteln soll. „Jedes Kind in Kaufbeuren soll bis zu seinem zehnten Lebensjahr wenigstens einmal in unserem Kleinod von einem Stadttheater gewesen sein und davon die Erinnerung an ‚ein tolles Erlebnis‘ mitgenommen haben“, wünscht sich Johann Marschall, der Vorsitzende der Kaufbeurer Bürgerstiftung, nach wie vor. Gemessen am bisherigen Erfolg des Projekts scheint sein Wunsch in Erfüllung zu gehen. Am Vormittag des 17. Februar haben 350 Schüler die beiden kostenlosen Schulvorstellungen im Klassenverband besucht. 

Eine weitere, restlos ausverkaufte öffentliche Vorstellung am Nachmittag gab Eltern, Geschwistern und anderen Interessierten Gelegenheit, an der Theatererfahrung der Zweitklässler teilzuhaben. Einigen der Schüler hatte die Aufführung am Vormittag so gut gefallen, dass sie sie am Nachmittag begeistert ein zweites Mal angesehen haben.

von Ingrid Zasche

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