Kinotipp: Quirliger Animationsspaß für die Kleinen

"Die Biene Maya – Die Honigspiele"

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Willi und Maja.

Seit 1975 tummelt sich die freche Biene Maja, gemeinsam mit ihrem Freund Willi, in den deutschen Kinderzimmern. Die von Waldemar Bonsels erdachte Geschichte erfreut sich dank der altbekannten japanisch-deutschen Zeichentrickserie, der darauf basierenden Comicserie sowie der Neuauflage der Serie in animierten 3D-Format bis heute großer Beliebtheit. Mit „Die Biene Maja – Die Honigspiele“ kommt nun das zweite Kinoabenteuer der Biene auf die Leinwand.

Inhalt

Maja lebt zusammen mit ihrem Bienenvolk auf der Klatschmohnwiese, wo es täglich viele Abenteuer zu erleben gibt. Ihr großer Wunsch ist es, bei den Honigspielen in Summtropolis mitzumachen. Doch die Königin hat ganz andere Sorgen: Die Honigernte ist mager ausgefallen und dem Bienenvolk steht dadurch ein harter Winter bevor. Als Alfons Graf von Bienenstich der Dritte, der Sondergesandte der Kaiserin, im Bienenstock erscheint und dessen Hälfte des Honigs zur Unterstützung der Honigspiele fordert, ist die Katastrophe perfekt. Doch die Königin kann sich dem Befehl der Kaiserin nicht widersetzen. Maja will dies jedoch nicht schweigend über sich ergehen lassen und fliegt gemeinsam mit Willi nach Summtropolis, um mit der Kaiserin zu sprechen. Diese ist wenig begeistert von dem Besuch der Kinder. Um Maja für ihr freches Benehmen zu bestrafen, soll sie an den Honigspielen teilnehmen. Gewinnt sie mit dem ihr zugeteilten Team den Wettkampf, ist alles vergeben. Sollte sie jedoch verlieren, bekommt die Kaiserin den gesamten Honig der Klatschmohnwiese. Gemeinsam mit Willi, der paranoiden Kakerlake Fussel, der vegetarischen Spinne Luna und der bissigen Wanze Caruso muss Maja unbedingt gewinnen, um ihr Bienenvolk zu retten.

Rezension

Das neueste Abenteuer der Biene Maja ist zauberhaft animiert. Für Kinder, aber auch für die erwachsenen Zuschauer wird eine amüsante Geschichte bebildert, die politische Züge erkennen lässt. Nicht nur Königin und Kaiserin ringen um Herrschaft, Macht und Dominanz, auch die Honigspiele erinnern derzeit an Olympia. Dem kindlichen Zuschauer angemessen, gibt es in dem Kinoabenteuer keine wirklich bösen Gegner. Die Kaiserin und ihr Sondergesandter sind jedoch kaltherzig in Szene gesetzt, wodurch ganz kleine Kinder schon einmal Angst bekommen können.

Die fröhlich-bunten Bilder laden jedoch zum Großteil zu einem quirligen Abenteuer ein, das von den verschiedensten Insekten getragen wird. Neben Biene Maja und Willi trifft man auch auf andere bekannte Figuren wie den Grashüpfer Flip oder die Spinne Thekla. Biene Maja ist im Vergleich zum ersten Kinofilm von 2012 bereits ein angesehenes Mitglied im Bienenstock, hat aber noch immer reichlich Schabernack im Kopf. Sichtlich gereift, ist die sich jedoch nun im Klaren darüber, dass ihr Handeln Auswirkungen auf den Bienenstock haben kann. Dennoch bewahrt sie sich ihren Dickkopf, der sie zwar oft in Schwierigkeiten bringt, die Bienen aber ebenso oft auch vor größere nProbleme bewahrt. Und so ist es auch dieses Mal wieder der kleinen Biene zu verdanken, dass am Ende alles einen friedlichen Ausgang findet.

Für die Kinder sind die Abenteuer der Biene Maja mit moralischen Weisheiten gespickt, die das Leben bereit hält. Mag die Hauptfigur des Films auch noch so klein sein, die Botschaft kommt an: Wenn man stets an sich selbst glaubt und gemeinsam mit seinen Freunden an einen Strang zieht, kann man großes erreichen. Natürlich muss man aber auch zu seinen Fehlern stehen und stets dazu bereit sein, dazuzulernen. Nicht alle Momente des Films sollte man kritisch hinterfragen, sondern sich einfach einmal an der süßen Geschichte erfreuen, wie auch die Kinder, für die der Film letztendlich ins Kino gebracht wird.

Von Sandy Kolbuch

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