Kirche erstrahlt wieder

Im Stadtteil Kemnat war am Ostermontag ein großer Festtag. Zum Abschluss der Standsicherungsmaßnahmen und Renovierungsarbeiten der vergangenen beiden Jahre kam der Augsburger Weihbischof Dr. Dr. Anton Losinger. Stadtpfarrer Adolf Nießner begrüßte ihn zum festlichen Gottesdienst, zudem auch die ehemaligen Pfarrer Gerhard Lederle, Pfarrer Richard Dick, Pfarrer Bimczok, die Generaloberin Schwester Regina Winter, Architekt Stadtmüller, Stukateure, Restaurator Bertram Streicher, Sponsoren, die zahlreichen HelferInnen und die Kinder und Jugendlichen.

Weihbischof Dr. Dr. Anton Losinger dankte in seiner Predigt allen, die sich für die Renovierung und Pflege dieses Schmuckkästchens von St. Stephan eingesetzt haben. Er hob die große Bedeutung des Erhaltes von solchen Kulturgütern hervor. „Kirchen sind Leuchttürme, die den Menschen Orientierung geben. Sie sind Sinnbilder des Glaubens und von großer Wichtigkeit für die Gemeinschaft in unseren Dörfern und Städten“, betonte Losinger. Nach dem Gottesdienst, der von den Kemnater Sängerinnen umrahmt wurde, spielten die Kemnater Musikanten zum Ständchen auf und die Gemeinde traf sich im festlich geschmückten Feuerwehrhaus. Pfarrgemeinderatsvorsitzende Ingrid Greifenhagen begrüßte im Namen der Pfarrgemeinde alle Gäste, die zum Abschluss der Arbeiten beigetragen haben. Kirchenpfleger Heinz Langer berichtete von der Freude unserer Vorfahren, die im 15. Jahrhundert das Kirchlein gebaut und 1726 mit dem Langhaus erweitert haben. „Heute können wir uns nach zweijähriger Bauzeit über die aufwändigste und umfangreichste Renovierung freuen“, betonte Langer. Die Freude der Kemnater und aller Kirchenbesucher war auch berechtigt; war die Kirche doch im Bereich des Chorbogens Einsturz gefährdet und die Raumschale und Deckenfresken wiesen Risse auf. Beinahe hätte die Kirche geschlossen werden müssen. Der erste Kostenvoranschlag und die dabei festgestellte Finanzierungslücke stellte die Kirchengemeinde vor kaum lösbare Aufgaben. Dabei erwies sich Pfarrer Adolf Nießner als Mitmotivator, damit die gesamte Maßnahme angegangen werden konnte. Dank der großen Unterstützung vieler Zuschussgeber, zahlreichen Sponsorgeldern von Firmen, der Sparkasse und der VR- Bank Kaufbeuren, Privatpersonen und kirchlichen und staatlichen Fördergeldern sowie durch die Unterstützung der Stadt Kaufbeuren, konnte die Gesamtsanierung angegangen werden. Aber auch die Kemnater Vereine, Musik- und Gesangsgruppen, Ministranten, Küchleverkauf beim Lagerleben, eines eigenen Basars und vielen Ideen von Privatpersonen, trugen zur Gesamtfinanzierung bei. Die Firma „Martin Sandler“ installierte dazu noch kostenfrei die neueste Variante der Sitzbankheizung und eine indirekte Beleuchtung sorgt für das optimale Ausleuchten der Deckengemälde und Kunstwerke. Bürgermeister Gerhard Bucher überbrachte die Grüße der Stadt Kaufbeuren. Er freute sich über das Kommen des Weihbischofs und hob auch die Bedeutung des Erhalts der Kemnater St. Stefanskirche hervor. Aus diesem Grunde wurde vom Stadtrat noch eine zusätzliche Förderung gewährt, die über die bestehenden Richtlinien hinausgehen. Früher wie heute sei die Kirche nicht nur ein Ort des Betens, sondern ein Ort der Familien, Gemeinschaft und Kommunikation, betonte Bucher.

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