Kleiner Gewinn bleibt

Etwa zehn Prozent weniger Abzeichen als im Vorjahr hat der Tänzelfestverein in diesem Jahr verkauft. Schuld daran waren eindeutig die immer wieder kehrenden Regengüsse. Dennoch konnten fast alle Programmpunkte durchgeführt werden. Die drei Vorstände des Vereines, Horst Lauerwald, Elke Gailhofer und Ulrich Wiedemann, zeigen sich daher im Interview mit der KREISBOTEN-Mitarbeiterin Elke Sonja Simm mit dem diesjährigen Fest sehr zufrieden.

Wie viele Festabzeichen wurden 2009 abgesetzt und wie wirkt sich dies finanziell auf den Verein aus? Lauerwald: „Im Jahr 2008 haben wir knapp 30000 Abzeichen verkauft. Die genauen Zahlen für dieses Jahr liegen uns noch nicht vor, aber es werden ungefähr zehn Prozent weniger gewesen sein. Trotz des teilweise schlechten Wetters ist auf die Tänzelfest-Besucher Verlass. Für den Verein wird unterm Strich ein kleiner Gewinn übrig bleiben. Man muss dankbar sein, dass es so lief.“ Besonders die beiden Lagerleben-Abende waren vom Regen betroffen. Welche Folgen hatte dies? Wiedemann: „Es ist super, dass trotz des Regens alle Lagerbetreiber aufgebaut und durchgehalten haben. Die Umsätze des Vorjahres konnten nicht erreicht werden, aber die Meinungen waren ganz unterschiedlich. Von ganz zufrieden bis drauf gezahlt, kamen die Kommentare aus den Lagern. Unser Appell im Vorfeld, mehr auf eine historische Dekoration zu achten, hat gewirkt. Die Lagerbetreiber haben sich bemüht, zum Beispiel Tische besser abzudecken. Zwei Kontrolleure von uns waren unterwegs. Ein Teilnehmer an der Schmiedgasse hat sich nicht daran gehalten und wird daher für die nächsten zwei Jahre gesperrt.“ Die Einzugsszenen am Sonntag- und Montagnachmittag vor dem Rathaus wurden textlich überarbeitet und erstmals in der neuen Form dargeboten. Sonntag startete der Festzug mit etwas Verspätung. Liegt dies an den Neuerungen? Lauerwald: „Das hatte damit nichts zu tun. Es trafen mehrere Punkte zusammen: Der Empfang des Oberbürgermeisters vorab dauerte etwas länger, dann hat Schirmherr Fahrenschon gesprochen, die Kutsche der Kaiserin blieb zehn Minuten länger als geplant stehen und so haben sich mehrere Faktoren summiert. Die Texte sind jetzt witziger und an der Historie hat sich trotzdem nichts geändert. Montag hat ja alles wie am Schnürchen geklappt. Wir werden die neuen Fassungen der Spielszenen auf jeden Fall beibehalten.“ Frau Gailhofer, Sie laufen seit 29 Jahren als Betreuerin bei den Bürgerkindern mit. Wie war die Stimmung heuer bei den Jüngsten? Gailhofer: „Bevor es los geht, sind die meisten Kinder ganz wepsig vor Aufregung und mächtig stolz, dabei zu sein. Am Anfang des Festzuges sind sie noch eher schüchtern, doch dann werden sie immer mutiger. Die vielen Zuschauer, besonders die Verwandten am Straßenrand, sind Ansporn und Motivation für die Kleinen. Bei rund 20 Grad hatten wir dieses Jahr ideales Wetter und die Kinder hatten viel Spaß unterwegs.“ Ein Blick voraus ins Jahr 2010: Gibt es bereits Planungen dafür seitens des Tänzelfestvereines? Lauerwald: „In den kommenden Monaten werden in der Tänzelfest-Kleiderkammer rund 25 neue Kos- tüme für die Gruppe der Reichen Bürger gefertigt. Gerade diese Kos- tüme sind sehr kompliziert und zeitaufwendig. Außerdem brauchen wir einige Kostüme für die Pioniere. Zudem werden wir nächstes Jahr 50 Jahre Festplatz an der Neugablonzer Strasse feiern.“

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