Verwaltungsrat möchte neue Wege gehen

Kliniken Ostallgäu-Kaufbeuren: Vertrag mit Vorständin Sperling läuft aus – Managementgesellschaft wird aufgestellt

Klinikum Kaufbeuren
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Der Vorstand des Kommunalunternehmens Kliniken soll durch eine Managementgesellschaft gestellt werden.

Kaufbeuren/Ostallgäu – Ab dem 1. März 2022 soll der Vorstand des Kommunalunternehmens Kliniken Ostallgäu-Kaufbeuren durch eine Managementgesellschaft gestellt werden. Das hat der Verwaltungsrat in seiner gestrigen Sitzung beschlossen und die Weichen für die dazu erforderliche Ausschreibung gestellt, wie ein Sprecher des Landratsamts mitteilt. „Landkreis und Stadt bleiben weiter Träger des Unternehmens mit der Entscheidungshoheit. Das Kommunalunternehmen wird nicht verkauft oder privatisiert, sondern breiter aufgestellt“, sagt Verwaltungsratsvorsitzende und Landrätin Maria Rita Zinnecker.

Für das Kommunalunternehmen und seine Häuser, dies habe nicht zuletzt auch die Corona-Pandemie gezeigt, ergäben sich aufgrund der sich oftmals ändernden gesetzlichen Rahmenbedingungen und des damit verbundenen administrativen Aufwands medizinische und wirtschaftliche Herausforderungen inmitten eines großen Wettbewerbsumfeldes. Diese Erfahrungen und Zukunftsperspektiven standen für den Verwaltungsrat bei seiner Entscheidung im Fokus, das Management der Kliniken an ein Unternehmen zu übertragen, um eine nachhaltige und zukunftsfähige Weiterentwicklung der eigenen Häuser zu ermöglichen.

Der Schritt soll gegangen werden, nachdem der Vertrag des bisherigen Vorstands, Ute Sperling, im Februar 2022 regulär endet. Dazu hat der Verwaltungsrat in seiner gestrigen Sitzung die Verwaltungsratsvorsitzende und Landrätin Maria Rita Zinnecker und ihren Stellvertreter, Kaufbeurens Oberbürgermeister Stefan Bosse, beauftragt, das Verfahren zur Beauftragung einer Managementgesellschaft mit ausreichender Vorlaufzeit zu beginnen.

Eine Managementgesellschaft stellt einen Alleinvorstand, der in ein Team mit entsprechenden Kompetenzen eingebunden ist und auch auf die Ressourcen der Managementgesellschaft im Hinblick auf Beratung und das vielfältige Know-How zurückgreifen kann. Die Struktur des Kommunalunternehmens mit Vorstand und Verwaltungsrat als kommunalem Aufsichtsgremium bleibt dabei erhalten; auch an der ausschließlich kommunalen Trägerschaft der Kliniken soll sich nichts ändern.

Bis die neue Managementgesellschaft am 1. März 2022 ihre Arbeit beginnt, führt Vorstand Ute Sperling das Unternehmen weiter. „Der Verwaltungsrat hat vollstes Vertrauen in Frau Sperling. Sie behält bis zum Vertragsende die Führung des Unternehmens“, erteilt Zinnecker möglichen Spekulationen über einen vorzeitigen Wechsel eine Absage.

Näheres folgt in der Wochenendausgabe.

kb

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