Neue Kindertagesklinik

Klinikum Kaufbeuren bietet jetzt auch tagesstationäre Behandlungen

Chefarzt PD Dr. Markus Rauchenzauner
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Chefarzt PD Dr. Markus Rauchenzauner und sein Team der Kinder- und Jugendmedizin am Klinikum Kaufbeuren behandeln junge Patienten seit Januar auch tagesstationär

Kaufbeuren – In der neuen Kindertagesklinik des Klinikums Kaufbeuren erfolgen seit Anfang des Jahres nun auch tagesstationäre Behandlungen. Den jungen Patienten soll hierbei der Aufenthalt so angenehm wie möglich gemacht werden, berichtet die Pressesprecherin Gabriele Apfelbacher.

Es gebe zahlreiche Untersuchungen im Kindes- und Jugendlichenalter, bei denen sich die jungen Patienten möglichst nicht oder nur wenig bewegen dürfen, wie zum Beispiel eine Kernspintomografie. Insbesondere bei jüngeren Kindern sei hierfür oft eine sanfte medikamentöse Sedierung sowie eine anschließende intensive Überwachung notwendig, welche eine stationäre Aufnahme des Kindes erforderlich machen.

Viele Kinder seien jedoch froh, wenn sie nicht lange in einem Krankenhaus bleiben müssen. Um die jungen Patienten bestmöglich zu versorgen und diese zugleich durch die Untersuchungen so wenig wie möglich zu belasten, bietet das Klinikum Kaufbeuren seit Anfang Januar tagesstationäre Behandlungen an. „Die Kinder werden üblicherweise morgens in unserer Kinderklinik aufgenommen, erhalten im Laufe des Vormittags die geplante Diagnostik und können bereits am Nachmittag wieder in ihr gewohntes Umfeld entlassen werden“, erklärt der Chefarzt der Kinder- und Jugendmedizin PD Dr. Markus Rauchenzauner. „Selbstverständlich kann während des Aufenthaltes zusätzlich ein Elternteil beim Kind oder Jugendlichen mit anwesend sein.“

„Die Zeit im Krankenhaus wird so für sie so kurz wie möglich gehalten.“

Zwei Zimmer auf der Kinderstation wurden hierfür extra eingerichtet. Gerade bei den jüngeren Patienten sei es hilfreich, wenn Untersuchungen in einer Umgebung stattfinden, in denen ihnen besonders viel Zeit und Einfühlungsvermögen entgegengebracht wird. „Die Zeit im Krankenhaus wird so für sie so kurz wie möglich gehalten. So sollte das auch sein“, so die Oberärztin Christina Herrmann, die gemeinsam mit einem Team von erfahrenen Kinder- und Jugendärzten, Kinderkrankenschwestern und Arzthelferinnen arbeitet.

Das Ganze ist jedoch nicht zu verwechseln mit der Notfallambulanz. Patienten kommen nur nach vorheriger Terminvereinbarung durch den Kinder- oder Hausarzt in die Tagesklinik. „Die Zeiten, in denen Kinder bei Behandlungen mehrere Tage im Krankenhaus sein müssen, sind glücklicherweise längst vorbei“, stellt Chefarzt Rauchenzauner fest. Man wisse mittlerweile, dass es für die kindliche Psyche weitaus schonender sei, wenn sie nicht über Nacht bleiben müssen.

kb

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