Ankerplatz Kaufbeuren

+
Die 26 Delegierten der Vollversammlung des Stadtjugendrings nehmen einstimmig den Arbeitsplan für 2016 an.

Kaufbeuren – In der diesjährigen Vollversammlung des Stadtjugendrings (SJR) haben die 26 Delegierten den Haushalt für das kommende Jahr mit knapp zwei Millionen Euro verabschiedet. Außerdem wurde der Arbeitsplan 2016 unter das Motto „Ankerplatz Kaufbeu­ren – Begegnung(sräume) schaffen“ gestellt.

Die Delegierten und Interessenten waren zur Versammlung in die Konradinschule im Stadtteil Haken eingeladen, einer der Wirkungsstätten der Jugendarbeit des Stadtjugendrings. Seit 2008 gibt es eine verlängerte Mittagsbetreuung und seit 2012 eine gebundene Ganztagsklasse, momentan als erste und zweite Klasse. In einer kurzen Führung zeigte die Schule stolz ihre relevanten Einrichtungen für die soziale Jugendarbeit und die Arbeitsräume. Die Betreuungskräfte für die Ganztagsklassen werden durch den Stadtjugendring organisiert und finanziert. 80 Portionen Mittagessen erhalten die Kinder dabei täglich im nahen Pfarrsaal der Peter und Paul Kirche.

Geleitet vom Vorsitzenden Holger Jankovsky, wurde gleich zu Anfang des offiziellen Teils eine neue Jugendorganisation des Deutschen Amateur Radio Clubs in Kaufbeuren in den Kreis aufgenommen. Vorstandsmitglied Eva Pfefferle stellte den Arbeitsplan für 2016 vor, der einstimmig angenommen wurde. Er steht diesmal unter dem Jahresthema „Ankerplatz Kaufbeuren“ – „Begegnung(sräume) schaffen“.

Neben den bereits erfolgreichen und bekannten Angeboten für Ferienprogramme, Stadtranderholung und Kooperationen von Jugendarbeit und Schule sollen weitere Themen ausgearbeitet werden. Bildung und Betreuung sowie die Kulturwerkstatt stehen auf dem Programm. Bei der offenen Jugendarbeit arbeitet man an einem Spielraum in der Neugablonzer Straße für Flüchtlingskinder, am Montagstreff für Jugendliche im Jugendzentrum Kaufbeuren und an einem Stadtteilprojekt für die Jubiläumsfeier zum 70-jährigen Bestehen des Stadtteils Neugablonz im kommenden Jahr. In den beiden Jugendzentren in Kaufbeuren und Neugablonz wird das Angebot angepasst und ausgebaut.

Für den Haushalt 2016 ergeben sich Einnahmen mit rund 45 Prozent, oder 910.000 Euro, von der Stadt Kaufbeuren aus dem Grundlagenvertrag für Jugendarbeit. „Rund 20 Prozent (387.000 Euro) kommen aus zweckgebundenen Mitteln von Stadt, Land, Bund und Stiftungen “, erklärte Verwaltungsleiter Ralf Einfeldt. Nahezu 25 Prozent erwirtschaftet der SJR demnach selbst aus Beiträgen und Erlösen ihrer Veranstaltungen. Einfeldt erläuterte: „Waren es 2007 noch 800.000 Euro, verfügt man für 2016 mit zusätzlich übernommenen Aufgaben über einen Haushalt von nahezu zwei Millionen Euro“.

Auf der Ausgabeseite stehen mit 1,3 Millionen Euro die Personalkosten für 26 Vollzeit- und weitere Teilzeitkräfte als größter Posten. „Der Rest geht in die Kulturwerkstatt, Bildung & Betreuung sowie in die offene Jugendarbeit und immer mehr notwendig werdende Jugendsozialarbeit“, so Einfeldt.

In einer Nachwahl wurde Andreas Létang zum Kassenprüfer als Nachfolger von Peter Heel gewählt. Zum Abschluss wurde Lutz Tokumaru als langjähriger Mitarbeiter und Leiter des Jugendhauses in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet.

von Wolfgang Krusche

Auch interessant

Meistgelesen

Ein "gemeinsames Miteinander"
Ein "gemeinsames Miteinander"
"Das Weitblick" öffnet im September 2018
"Das Weitblick" öffnet im September 2018
Zusätzliches Management für KU?
Zusätzliches Management für KU?
Diskussion zur Flüchtlingsfrage
Diskussion zur Flüchtlingsfrage

Kommentare