Als Kommandant bestätigt – Unerwartete Ehrung

Winkler löst Vogt offiziell als Kaufbeurer Stadtbrandrat ab

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Helmut Winkler (re.) empfing von Oberbürgermeister Stefan Bosse das Ehrenzeichen des Ministerpräsidenten.

Kaufbeuren – Helmut Winkler ist am Dienstag vom Stadtrat einstimmig als Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Kaufbeuren bestätigt worden. Mit der Aushändigung der Urkunde durch Oberbürgermeister Stefan Bosse hat er offiziell den früheren Stadtbrandrat Thomas Vogt, der ebenfalls in der Sitzung anwesend war, abgelöst.

Letzteren bezeichnete Bosse als „absoluten Überzeugungstäter“ bei der Feuerwehr, der seinen Lebenstraum verwirklicht hatte. Er dankte Vogt für die18 Jahre als Kommandant und würdigte ihn als „ausgezeichneten Fachmann“, der sich stets für die Belange der Feuerwehr eingesetzt habe.

Für Vogt selbst, dem Rederecht eingeräumt wurde, war die formelle Kommandoübergabe an Winkler ein „emotionaler Moment“. Dennoch fühle er sich wohl, die Verantwortung abzugeben und genieße die Entlastung. Der angestrebte Neubau der Hauptfeuerwehrwache habe ihn seine komplette Amtszeit über begleitet. Nun ist sie abgebrochen und Vogt scheidet aus dem Amt. Er bleibt der Freiwilligen Feuerwehr Kaufbeu­ren weiterhin als aktiver Feuerwehrmann erhalten und begeht im nächsten Jahr sein 40-jähriges Dienstjubiläum. Mit 14 Jahren sei er der Feuerwehr bereits beigetreten.

Dr. Erika Rössler (CSU) und Bernhard Pohl (Freie Wähler) dankten Vogt für sein ehrenamtliches Engagement in der Feuerwehr und auch Bosse sprach im Namen des gesamten Stadtrats seinen Dank aus. In Sachen Feuerwehr sei der Stadtrat sich immer einig gewesen.

Der 60-jährige Winkler sagte bei seiner Bestellung, er werde als Kommandant und gleichzeitig Stadtbrandrat sein Bestes geben. Die Übergabe mit Vogt laufe bereits. Um das Amt ausführen zu dürfen, muss Winkler allerdings noch einige Lehrgänge absolvieren, die er laut Bruno Dangel vom städtischen Ordnungswesen bereits im Juni abschließen wird.

Ehrenzeichen an Winkler

Für Winkler hatte Bosse noch eine Überraschung in petto. Am selben Tag habe der OB Post aus der Staatskanzlei erhalten mit dem „Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten für Verdienste von im Ehrenamt tätigen Frauen und Männern“ an Helmut Winkler. „So kann kaum einer starten“, sagte Bosse zu Winkler in Bezug auf dessen Bestätigung als Kommandant. Das Ehrenzeichen bekam Winkler jedoch ausdrücklich nicht für sein Ehrenamt bei der Freiwilligen Feuerwehr Kaufbeuren, sondern beim Feuerwehrmuseum Kaufbeuren Ostallgäu. „Ein Leben für die Feuerwehr“ – so ließe sich das Wirken von Winkler trefflich beschreiben, hieß es in der Laudatio von Ministerpräsident Markus Söder, die Bosse vortrug. Seit Vereinsgründung des Feuerwehrmuseumsvereins Kaufbeu­ren Ostallgäu im Jahre 1992 sei er dort in der Vorstandschaft vertreten, jahrelang als 2. Vorsitzender und seit einigen Jahren als 1. Vorsitzender. Unter seiner Führung wurde in Kaufbeuren in der Spittelmühle 1996 eine Ausstellung eröffnet, im vergangenen Jahr konnte nach weit über 10.000 ehrenamtlich geleisteten Arbeitsstunden des Vereins die Eröffnung des Feuerwehrmuseums im Momm-Gelände gefeiert werden. Daneben würdigte der Ministerpräsident auch Winklers Engagement im Feuerwehrverein und beim Faschingsverein Aufbruch Umbruch. 

„Das Ehrenzeichen ist wahrlich eine Überraschung für mich“, freute sich Winkler. Er verwies aber darauf, dass alles stets in Mannschaftsleistung stattgefunden habe: „Wir sind Teamplayer. Miteinander geht es immer besser als gegeneinander!“.

von Martina Staudinger

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